Spielberichte

Maria Lanzendorf verschläft Hälfte eins – starke Reaktion reicht beim 2:3 nicht

Maria Lanzendorf
Fortuna Wiener Neustadt II

In der Gebietsliga Süd/Südost unterlag der SC Maria Lanzendorf dem SC Fortuna Wiener Neustadt II mit 2:3 – und haderte vor allem mit einer schwachen ersten Hälfte. Nach dem 0:3-Rückstand startete Maria Lanzendorf eine späte Aufholjagd: Valentin Nikolic per Elfmeter und Tim Lanzer trafen, doch am Ende blieb es beim knappen Auswärtssieg. Trainer Djuro Mihaljica brachte es auf den Punkt: „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen.“

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schlechter Start, deutlicher Pausenrückstand

Die Partie kippte früh in Richtung der Gäste. Nach zehn Minuten segelte eine Flanke in den Strafraum, Stipo Petrovic stand in der Mitte frei und stellte auf 0:1. „Das erste Tor fiel nach einer Flanke, der Stürmer war in der Mitte alleine“, beschrieb Djuro Mihaljica die Szene. Maria Lanzendorf fand weiter nicht richtig in die Zweikämpfe, und kurz vor der Pause passierte es doppelt bitter: Ein Eigentor von Peter Zelinsky bedeutete das 0:2 (43.). „Ich habe kein Aufbäumen gesehen. Die waren schneller, engagierter, haben besser zusammengespielt – in allen Belangen“, sagte der Trainer deutlich. Zur Halbzeit lag sein Team 0:2 zurück, und die Kritik fiel entsprechend klar aus: „Einstellung, Wille, Engagement – da war nix dabei.“

Aufholjagd nach der Pause, doch Fortuna bleibt vorn

Aus der Kabine kam aber ein anderes Maria Lanzendorf – zunächst allerdings mit einem Rückschlag: Aykut Tekinsoy erhöhte kurz nach Wiederbeginn auf 0:3 (48.). Danach schalteten die Hausherren spürbar einen Gang höher. „Wir sind in die Zweikämpfe gegangen und haben normal Fußball gespielt. Bei den zweiten Bällen waren wir präsenter, dann haben wir auch die Tore gemacht“, so Mihaljica. Der Anschluss fiel vom Punkt: „Unser Stürmer schießt den Ball an die Hand, wir bekommen Elfmeter – den machen wir rein“, berichtete der Coach zum 1:3 durch Valentin Nikolic (52.). Die beste Phase der Gastgeber krönte Tim Lanzer mit dem 2:3 nach einem schön herausgespielten Angriff (66.). „Da waren noch 25 Minuten, es wäre alles möglich gewesen. Aber nach einem 0:3 das noch zu drehen und zu punkten, ist gegen Wiener Neustadt sehr schwer“, sagte Mihaljica.

Lehren aus dem Spiel und Lob für den Gegner

Warum es nicht zu einem Punkt reichte, erklärte der Trainer ohne Umschweife. „Dadurch, dass wir schnell das 0:1 bekommen haben, waren wir gleich im Rückstand, und ich habe kein Aufbäumen gesehen. Wir haben die erste Halbzeit verschlafen“, hielt Mihaljica fest. Der Kern seiner Analyse: „Wenn man nicht mit 100 Prozent reingeht, kann man in dieser Liga nicht bestehen.“ Nach der Pause passten Intensität und Präsenz, doch Fortuna Wiener Neustadt II ist kein Gegner, den man im Vorbeigehen knackt. „Die sind eine spielstarke, hervorragende Mannschaft“, sagte er – ein Blick auf die Tabelle unterstreicht das: Die Juniors liegen als Vierter mit 44 Punkten vorne dabei, Maria Lanzendorf hält bei 28 Zählern auf Rang acht. Diskussionen rund um den Unparteiischen gab es keine: „Der Schiedsrichter war meiner Meinung nach sehr gut.“ Für Maria Lanzendorf bleibt die klare Hausaufgabe, die Energie aus Halbzeit zwei künftig von Beginn an auf den Platz zu bringen – dann warten auch wieder die Punkte.

Gebietsliga Süd/Südost: Maria Lan. : Fortuna Wiener Neustadt II - 2:3 (0:2)

  • 66
    Tim Lanzer 2:3
  • 52
    Valentin Nikolic 1:3
  • 48
    Aykut Tekinsoy 0:3
  • 43
    Eigentor durch Peter Zelinsky 0:2
  • 10
    Stipo Petrovic 0:1