Der SC Leopoldsdorf bekam es in der Gebietsliga Süd/Südost mit dem ASK Eggendorf zu tun und verlor nach langer Gegenwehr 0:4. Über 70 Minuten stand die Defensive stabil, ehe vier späte Treffer die Partie entschieden: Mehran Beyigi, Filip Vucer, Mert Mustafa Ekinci und Arda Atik trafen für die Gäste. Leopoldsdorf-Trainer Roman Schlögl sprach von einem späten Einbruch und einem direkten Eckball zum 0:2 als Knackpunkt – ein Moment, nach dem sein Team „in alte Muster“ verfiel und die Ordnung verlor.

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Leopoldsdorf verteidigte die Partie über weite Strecken gut organisiert, zur Halbzeit stand es 0:0. „In den ersten siebzig Minuten konnten wir gut entgegenhalten mit einer stabilen Defensivleistung“, erklärte Coach Roman Schlögl. Genau an dieser Marke kippte das Spiel. In Minute 72 stellte Mehran Beyigi auf 0:1. Schlögl sah beim Führungstor einen Bruch: „Ein langer Ball auf unsere linke Seite, unser Verteidiger hat nicht gut verteidigt. Die Gegner zogen zur Mitte, danach fiel das Tor.“ Nur sieben Minuten später erhöhte Filip Vucer auf 0:2 – und zwar, wie der Trainer betonte, direkt von der Ecke: „Das 2:0 war ein direkter Eckball.“ In der 86. Minute legte Mert Mustafa Ekinci das 0:3 nach. „Das war ein Weitschuss, den der Tormann fallen ließ, der Stürmer staubte ab“, so Schlögl. Kurz vor Schluss setzte Arda Atik mit einem abgefälschten Schuss den 0:4-Endstand (89.).
Der Leopoldsdorfer Trainer ordnete das Ergebnis nüchtern ein und benannte den Knackpunkt klar: „Der Knackpunkt war das 1:0 und das 2:0 durch einen direkten Eckball.“ Für ihn war nicht die gesamte Vorstellung schwach, sondern die Schlussphase: „Wie gesagt, in den letzten zwanzig Minuten verfielen wir in alte Muster wie gegen Wienerwald. Da stimmte die Defensivleistung überhaupt nicht.“ Bis dahin war das, was sich die Mannschaft vorgenommen hatte, zu sehen – kompakt stehen, zweikampfstark bleiben, wenig zulassen. „Auf die ersten siebzig Minuten können wir aufbauen, auf die Defensivleistung. Offensiv konnten wir nur vereinzelt Nadelstiche setzen.“ Zum Gegner fand Schlögl respektvolle Worte: „Beim ASK Eggendorf sieht man bei jedem einzelnen Spieler die individuelle Klasse. Die spielten sie dann hervorragend aus.“ Auch die Unparteiischen bekamen Anerkennung: „Die Schiedsrichterleistung war gut.“
Tabellarisch unterstreicht das Ergebnis die Rollenverteilung. Eggendorf bestätigt seine starke Saison und steht mit 52 Punkten auf Rang zwei. Leopoldsdorf bleibt bei 19 Zählern auf Platz zwölf und muss weiter jeden Punkt mit harter Arbeit holen. Die Art und Weise liefert allerdings einen Ansatz für die nächsten Wochen: Siebzig Minuten dicht gehalten gegen ein Topteam – das ist Substanz, auf der sich aufbauen lässt. Schlögl will genau dort ansetzen: Stabil stehen, die Konzentration bis zum Schluss halten und die eigenen Nadelstiche gezielter setzen. Denn die Gegentreffer fielen alle in der Schlussphase und hatten alle eine eigene Geschichte – vom langen Ball vor dem 0:1 über den direkten Eckball zum 0:2 bis hin zum Abstauber nach Weitschuss und dem abgefälschten Schuss zum 0:4. Die Aufgabe für Leopoldsdorf ist klar: aus guten Phasen ein komplettes Spiel machen.