Spielberichte

Sommerein verschläft die erste Hälfte – 1:2 trotz großem Aufbäumen in Unterzahl

SC Sommerein
SC Himberg

In der Gebietsliga Süd/Südost musste der SC Sommerein gegen den SC Himberg eine 1:2-Heimniederlage hinnehmen. Ein frühes Eigentor und das 0:2 zur Pause stellten die Weichen. Nach der roten Karte für Yunus Yando kam Sommerein dennoch zurück und verkürzte durch Lukas Keim, das späte Anrennen blieb aber unbelohnt. Co-Trainer Dominik Gotschy sprach von einer klar verschlafenen ersten Halbzeit – und einer Reaktion, auf der sich aufbauen lässt.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Kalter Start, unglückliches 0:1 und ein 0:2, das wehtat

Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber mit einem Dämpfer. Dominik Gotschy schilderte den Start so: „Wir sind von Beginn weg nicht in die Partie gekommen. Gleich am Anfang war sogar ein Gegentor, das wegen Abseits aberkannt wurde.“ Kurz darauf passierte das 0:1 – ein unglückliches Eigentor von Michael Nikolic in der 7. Minute. Sommerein fand weiterhin kaum Zugriff, während Himberg seine Momente nützte. In Minute 21 stellte Lukas Wittner trocken auf 0:2. Der Rückstand passte für Gotschy ins Bild: „Wir haben die ersten zehn, fünfzehn, zwanzig Minuten gar nicht ins Spiel gefunden. Das zog sich durch die ganze erste Halbzeit. Wir waren zur Pause verdient 0:2 hinten.“ Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen – Sommerein musste sich etwas einfallen lassen.

Rote Karte, Aufbäumen und der Anschlusstreffer in Unterzahl

Der zweite Durchgang brachte sofort die nächste Hürde. In Minute 48 sah Yunus Yando Rot – eine Szene, die Gotschy nur am Rande mitbekam, aber akzeptierte: „Der Ausschluss dürfte in Ordnung gewesen sein.“ An der Einstellung änderte das nichts. „In der Kabine haben wir gesagt: Wir haben nichts mehr zu verlieren. Wir lassen das Herz am Platz“, erklärte der Co-Trainer. Und tatsächlich legte Sommerein in Unterzahl zu. Bereits in der 54. Minute drückte Lukas Keim den Ball zum 1:2 über die Linie. Danach investierte der Gastgeber viel, ohne die große Ausgleichschance zu erzwingen. Gotschy fasste die Wendung nüchtern zusammen: „Mit einem Mann weniger waren wir stärker als in der ersten Halbzeit. Aber entscheidend war die erste Hälfte – wir haben 45 Minuten verschlafen.“ Der Mutlohn blieb aus, die Hypothek war zu groß.

Himberg clever, Sommerein mit Lehren – Blick nach vorn

Aus Sicht der Gäste war es ein reifer Auswärtsauftritt. „Himberg hat es intelligent gemacht“, sagte Gotschy. „Sie sind tief gestanden, haben uns bis zur Mittellinie kommen lassen und mit zwei schnellen Spielern vorne auf Umschaltmomente gesetzt. Das ist ihnen sehr gut gelungen.“ Dass der Sieg in Ordnung ging, stellte er nicht infrage: „Himberg war an diesem Tag der verdiente Sieger.“ Positiv nahm er dennoch etwas mit: „Die zweite Hälfte war vom Einsatz her in Ordnung. Wir haben uns mit zehn Mann aufgebäumt und uns nie aufgegeben.“ Auch das Schiedsrichterteam bekam ein faires Lob: „Die Leitung war definitiv in Ordnung.“ In der Tabelle steht Himberg mit 30 Punkten im gesicherten Mittelfeld, Sommerein bei 20 Zählern in den unteren Regionen. Der Auftrag für die kommenden Runden ist klar: den Schwung und die Haltung aus Halbzeit zwei über 90 Minuten auf den Platz bringen – dann werden auch die Punkte wieder kommen.

Gebietsliga Süd/Südost: Sommerein : Himberg - 1:2 (0:2)

  • 54
    Lukas Keim 1:2
  • 21
    Lukas Wittner 0:2
  • 7
    Eigentor durch Michael Nikolic 0:1