Spielberichte

Schwarz-Dreierpack und Halbzeit-Umstellungen: Breitenau macht aus 2:2 ein 4:2

SVg Breitenau
ASK Marienthal

In der Gebietsliga Süd/Südost setzte sich die SVg Breitenau/Schwarzau zuhause mit 4:2 gegen den ASK Marienthal durch. Nach frühem 2:0 gaben die Hausherren das Spiel bis zur Pause aus der Hand, fanden nach Umstellungen jedoch zurück zur Kontrolle – angeführt von Dreifach-Torschütze Manuel Schwarz. Trainer Levent Sengül sprach von einem verdienten Sieg, ärgerte sich aber über die Phase vor der Pause und sah bei seiner Elf vor allem ein mentales Thema.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

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Früher Doppelschlag, dann reißt der Faden – Marienthal gleicht vor der Pause aus

Breitenau erwischte einen Traumstart: Bereits in der 6. Minute brachte Manuel Schwarz seine Farben in Führung, in der 18. legte derselbe Stürmer zum 2:0 nach. Was nach einem ruhigen Abend aussah, kippte jedoch zusehends. „Wir haben sehr gut angefangen und sind 2:0 in Führung gegangen. Nach dem 2:0 waren wir schlampig. Da waren viele Eigenfehler dabei“, sagte Levent Sengül. Marienthal nutzte die Einladung: Lukas Brkic verkürzte in der 31. Minute auf 2:1, Niklas Schwanda stellte in der 39. Minute auf 2:2. Sengül nahm seine Mannschaft in die Pflicht: „Nach dem 2:0 haben wir aufgehört zu spielen. Wir waren unkonzentriert und ungenau, dadurch ist der Gegner stärker geworden und hat verdient den Ausgleich erzielt.“ Zum 2:1 hatte er zudem eine klare Meinung: „Vor dem 2:1 war es Abseits. Der Linienrichter hat die Fahne nicht gehoben.“ Zur Pause stand es 2:2 – ein Bruch im Spiel, den sich Breitenau selbst eingebrockt hatte.

Umstellungen greifen – Breitenau übernimmt wieder das Kommando und trifft spät zum 4:2

In der Kabine drehte Sengül an den richtigen Schrauben. „In der zweiten Halbzeit waren wir besser, auch durch die Umstellungen. Wir waren dann offensiver, haben zweimal gewechselt und sind besser ins Spiel gekommen“, erklärte der Coach. Breitenau kontrollierte nun die Partie, suchte immer wieder den Raum hinter der hoch stehenden Gäste-Abwehr – so wie es schon vor der Pause bei den ersten Treffern funktioniert hatte. In der 63. Minute traf Marco Milivojevic zum wichtigen 3:2. Sengül beschrieb die Entstehung so: „Ein weiter Ball hinter die Abwehr, super rübergespielt von Göss zu Marco – der macht ihn.“ Marienthal fand offensiv nur noch sporadisch statt, Breitenau ließ allerdings einige Möglichkeiten auf die Vorentscheidung liegen. „Wir haben das Spiel eigentlich kontrolliert und hätten höher gewinnen können oder müssen. Wir haben ein paar sehr gute Chancen ausgelassen“, haderte Sengül trotz der klaren Überlegenheit im zweiten Durchgang. In der Nachspielzeit machte Manuel Schwarz schließlich den Deckel drauf: In Minute 90+3 stellte er per drittem Treffer auf 4:2 – laut Sengül „umkurvte er den Tormann und schob ins leere Tor“.

Sengül ordnet ein: Mentalität, Gegner, Schiedsrichter – und ein Blick auf die Tabelle

Nach dem Schlusspfiff sprach Levent Sengül offen über Licht und Schatten. „Wir müssen mental besser werden“, forderte der Trainer und meinte damit vor allem die Phase nach der 2:0-Führung, in der Konzentration und Genauigkeit fehlten. Zum Gegner sagte er: „Ich hätte mir mehr Aggressivität erwartet. Das war ihre letzte Chance, um in der Liga zu bleiben, aber mir hat ein bisschen der Biss gefehlt. Sie hatten keine Spielidee, wie sie uns schlagen könnten.“ Auch die Unparteiischen bekamen eine zurückhaltende, aber deutliche Einordnung: „Generell: Luft nach oben. Ich habe schon bessere Schiedsrichter gehabt, vor allem an der Linie.“

Gefeiert wurde am Ende trotzdem: „Wir haben verdient gewonnen und dann auch dementsprechend gefeiert. Die Stimmung war okay, es waren viele Zuschauer da.“ Mit dem Dreier hält Breitenau nach 25 Runden bei 44 Punkten und rangiert auf Platz fünf, Marienthal steht mit 16 Zählern auf Rang 13. Für Breitenau bleibt nach diesem 4:2 der positive Eindruck des zweiten Durchgangs – und die Gewissheit, dass die Mannschaft mit der richtigen Haltung jedes Spiel fest in die eigene Hand nehmen kann.

Gebietsliga Süd/Südost: Breitenau : Marienthal - 4:2 (2:2)

  • 93
    Manuel Schwarz 4:2
  • 63
    Marco Milivojevic 3:2
  • 39
    Niklas Schwanda 2:2
  • 31
    Lukas Brkic 2:1
  • 18
    Manuel Schwarz 2:0
  • 6
    Manuel Schwarz 1:0