Im letzten Spiel der Gebietsliga West setzte es für TSV Meisl Grein ein 0:2 bei ASV Ofenbinder Spratzern. Ein unglückliches Eigentor von Felix Pils brachte die Gäste früh in Rückstand, Simon Giesinger legte nach der Pause nach. Grein-Trainer Eimantas Valaitis sprach von viel Ballbesitz, aber fehlenden Lösungen und einem „komischen“ 0:1 – und haderte damit, dass Spratzern aus wenig das Maximum machte.
Aus Greiner Sicht verlief die Partie frustrierend geradlinig. Die Gäste hatten über weite Strecken viel vom Ball, aber schon der erste Nackenschlag saß: In Minute 25 stellte ein unglückliches Eigentor von Felix Pils auf 1:0. „Das erste Tor war komisch und sehr schmerzhaft“, sagte Eimantas Valaitis später. Spratzern konnte sich damit in das Spiel hineinarbeiten und hielt den knappen Vorsprung bis zur Pause – zur Halbzeit stand es 1:0. Nach dem Seitenwechsel brauchte der Gastgeber nicht lange und erhöhte: In der 55. Minute traf Simon Giesinger zum 2:0. „Ich glaube, der Gegner schießt zweimal aufs Tor und macht zwei Tore“, ordnete Valaitis die Effizienz des Heimteams ein. Grein versuchte es weiter mit Ballbesitz, fand aber kaum Durchkommen und musste am Ende die 0:2-Niederlage akzeptieren.
Valaitis nahm seine Mannschaft klar in die Pflicht. „Es ist das letzte Meisterschaftsspiel und eine Niederlage ist nicht schön. Unser Ziel war, das letzte Spiel gegen einen direkten Gegner zu gewinnen“, sagte der Grein-Coach. Der Ansatz mit viel Kontrolle ging aber nicht auf. „Wir hatten 70, 80 Prozent Ballbesitz, aber wir hatten nicht viele Möglichkeiten“, so seine nüchterne Bilanz. Er begründete das mit einfachen, aber entscheidenden Faktoren: „Es war windig, der Ball ist gesprungen, der Ball ist nicht gut gelaufen.“ Dazu kamen technische Fehler in Serie: „Wir haben probiert, den Ball zu kontrollieren, aber ein Pass, ein Fehler – so konnten wir keine organisierten Angriffe aufziehen.“ Auch nach dem 0:1 tat sich Grein schwer. „Der Gegner stand hinten gut, sehr kompakt und eng, und hat auf unsere Fehler gewartet“, erklärte Valaitis. Sein Fazit fiel entsprechend deutlich aus: „Spielerisch war es nicht gut, positive Dinge sind in diesem Spiel schwer zu finden.“
Dass Spratzern den Plan simpel hielt, erkannte Valaitis klar an. „Der Gegner hatte einen klaren Plan: defensiv sehr kompakt, sehr eng stehen und auf unsere Fehler warten“, sagte der Trainer, der die Leistung des Unparteiischen unaufgeregt bewertete: „Schiedsrichter? Alles in Ordnung.“ Mehr wollte er nach dem Abpfiff gar nicht hinzufügen. Grein blieb damit die bittere Erkenntnis, dass viel Ballbesitz ohne Tempo, Genauigkeit und Ideen nicht reicht – schon gar nicht gegen einen tief stehenden Gegner, der seine wenigen Momente nutzt. Das unglückliche Eigentor von Pils stellte die Weichen, Giesingers Treffer nach der Pause entschied die Partie endgültig. Für Valaitis überwog die Enttäuschung über das vermurkste Saisonfinale, seine Analyse war klar: viel den Ball gehabt, aber selten gefährlich geworden – und am Ende stand ein 0:2.