In der Gebietsliga West verspielt der SV Reifen Weichberger Oberndorf gegen den USC Biberbach eine 2:0-Führung und muss sich am Ende mit einem 2:2 begnügen. Oberndorf hatte früh beste Möglichkeiten und kontrollierte die Partie über weite Strecken, ehe binnen drei Minuten der Ausgleich fiel. Trainer Ivan Saric lobte die Leistung, haderte aber mit der Effizienz: „Erste Halbzeit müssen wir den Deckel draufmachen & der Drops wäre gelutscht, aber wir brauchen zu viele Chancen.“ Die Gäste zeigten sich eiskalt – zwei Möglichkeiten reichten für zwei Treffer.

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Oberndorf legte los wie die Feuerwehr, hatte schon in den Anfangsminuten mehrere Hochkaräter und sogar einen Stangenschuss. „Nach drei, vier Minuten können wir schon 3:0 führen“, schilderte Ivan Saric. Belohnt wurde der Druck zunächst in Minute 21, als Elias Schragl zur verdienten 1:0-Führung traf. Die Hausherren blieben das aktivere Team und nahmen das 1:0 mit in die Pause. Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Bild: Oberndorf blieb präsent und legte in der 56. Minute durch Philipp Penzenauer zum 2:0 nach. Bis rund um die 70. Minute hatte die Saric-Elf die Partie im Griff, dann kippte sie binnen kurzer Zeit: Zuerst verkürzte Metodija Delov in der 69. Minute, drei Minuten später stellte Adrian Süvöltös auf 2:2. In der Schlussphase bot sich Oberndorf laut Coach noch die große Chance auf das 3:2 – sie blieb ungenutzt.
Nach dem Schlusspfiff überwog beim Oberndorf-Trainer die Anerkennung für den Auftritt – und der Ärger über das Auslassen der Möglichkeiten. „Das war eine tadellose Leistung meiner Mannschaft. Den Matchplan haben sie sehr gut umgesetzt“, sagte Saric. „Wir waren im Umschalten sehr gut, präsent und fokussiert.“ Was fehlte, brachte er auf den Punkt: „Heute hatten wir Chancen en masse. Wenn es zur Pause 4:0 steht, darf sich keiner beschweren.“ Der Knackpunkt lag für ihn kurz nach dem 2:0: „Beim 2:1 ein Schnitzer der zum Eckball führt, wo das Tor im Getümmel über die Linie gedrückt wird. Danach stehen wir beim 2:2 auch nicht gut.“ Sein nüchternes Fazit: „Der Gegner macht aus zwei drei Möglichkeiten zwei Tore. Wir brauchen zu viele Chancen.“ Vorwürfe gab es keine: „Kein Vorwurf an die Mannschaft – die Jungs haben das tadellos gelöst, bis auf eben die 2 Unachtsamkeiten.“
Inhaltlich konnte Oberndorf viel Positives mitnehmen. Über weite Strecken hatten die Hausherren mehr vom Spiel, hielten Biberbach vom eigenen Tor fern und kombinierten sich regelmäßig in den Strafraum. „Wir waren online, fokussiert und haben sehr schöne Chancen herausgespielt“, erklärte Saric. Gerade gegen einen Gegner, der laut Coach „wenig fürs Spiel macht“ und oft auf hohe Bälle setzt, ging der Plan lange auf. Am Ende steht dennoch nur ein Punkt – auch, weil Biberbach als Tabellenvierter seine Kaltschnäuzigkeit zeigte. Für die kommenden Aufgaben ist der Hebel klar definiert: „Die Chancenauswertung. Dann ist die Partie in der ersten Halbzeit gegessen.“ Bleibt Oberndorf bei dieser Spielanlage und legt vor dem Tor nach, sollten die letzten Runden noch Zählbares bringen.