In der Gebietsliga West musste der SC Herzogenburg ein 0:2 gegen den SVU IPC-Road Mauer Öhling hinnehmen. Nach einer ausgeglichenen ersten halben Stunde brachte ein Treffer nach einer Hereingabe die Gäste in Front, nach der Pause entschied ein Eckball endgültig. Trainer Horst Giller sprach von wenigen klaren Chancen, lobte den Einsatz seiner Mannschaft – und machte die dünne Personaldecke sowie den Standard zum Knackpunkt. „Der Unterschied lag an der Qualität des Kaders“, ordnete er nüchtern ein.

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Herzogenburg fand ordentlich in die Partie. Aus Sicht von Coach Horst Giller war es lange ein zähes Ringen ohne viele Höhepunkte. „Wir hatten auf beiden Seiten wenig herausgespielte Chancen“, sagte er. „Wir waren grundsätzlich gut im Spiel, bis wir das 1:0 bekommen haben. Dann ist es ein bisschen Richtung Mauer-Öhling gekippt.“ In der 31. Minute fiel der Führungstreffer der Gäste: Tobias Hochstrasser traf zum 0:1, laut Giller nach einer Flanke über links und einem Abschluss aus kurzer Distanz. Viel mehr passierte bis zur Pause nicht.
Nach dem Seitenwechsel hoffte Herzogenburg auf die Wende, doch ein Standard stellte die Weichen. In Minute 53 erhöhte Gregor Schuller nach einem Eckball auf 0:2 – genau jene Szene, die Giller später als Wendepunkt bezeichnete. „Sicher der Knackpunkt war das 2:0 durch den Eckball. Vor dem Tor haben wir da schlecht verteidigt“, hielt er fest. Insgesamt sah der Trainer die Gäste im Ballbesitz abgeklärter: „Mauer-Öhling hatte das kontrolliertere Passspiel durch die Mitte.“ Zur Leitung des Unparteiischen blieb Giller sachlich: „Das Schiedsrichterteam war in Ordnung, keine groben Fehler. Beim 1:0 war’s vielleicht outverdächtig, aber ich hab’s nicht genau gesehen.“
Warum es an diesem Abend nicht für Punkte reichte, erklärte Giller ohne Umschweife mit der aktuellen Personalsituation. „Es hat nicht so schlecht funktioniert, nur mit dem momentanen Kader ist spielerisch nicht mehr drinnen. Wir verlieren jede Woche zwei bis drei Spieler und es kommt maximal einer nach. Das wird auf Dauer unmöglich“, sagte der Coach. Den Willen wollte er seinen Burschen aber nicht absprechen: „Ich gratuliere meiner Mannschaft. Trotz der Rückschläge und Ausfälle geben alle alles, und das haben sie heute wieder gut gemacht.“ Mit Blick auf die finale Runde blieb er realistisch: „Wir wollen einen guten Saisonabschluss, aber es wird extrem schwierig, weil wir wieder drei Ausfälle haben werden. Ehrlich gesagt, ich habe keinen Plan mehr, was den Kader betrifft.“ In der Tabelle hält Herzogenburg bei 40 Punkten auf Rang sechs, Mauer-Öhling steht mit 44 Zählern auf Platz drei – der Rahmen für ein letztes, kräfteraubendes Saisonwochenende ist damit gesteckt.