In der Gebietsliga West drehte der ASV Statzendorf zwar kurz vor der Pause das Spiel, am Ende jubelte aber der SV Gottsdorf/M./P.: 2:3 aus Statzendorfer Sicht. Die Gäste lagen früh voran, gerieten zur Halbzeit 1:2 ins Hintertreffen und holten sich dank einer starken zweiten Hälfte und eines späten Treffers doch alle drei Punkte. Trainer Fabian Riedler sprach anschließend von einem verdienten Auswärtssieg über die gesamten 90 Minuten.

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Gottsdorf erwischte den Traumstart: Schon in Minute 4 stellte Klaus Fehringer auf 0:1. Aus Sicht von Trainer Fabian Riedler legte seine Elf damit die Basis: „Über neunzig Minuten ein verdienter 2:3-Sieg für uns. Wir waren von Beginn an spielbestimmend und haben den Gegner viel laufen lassen.“ Statzendorf hielt jedoch mit seiner kompakten, auf Umschaltmomente ausgelegten Ausrichtung dagegen. Weil die Gäste das zweite Tor verpassten, kam der ASV zurück. Thomas Ecker glich in der 41. Minute zum 1:1 aus, ehe David Pendl in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) sogar auf 2:1 drehte. „Das Spiel kippte dann eher zu Statzendorf nach dem 1:1 beziehungsweise dem 2:1 nach einem Eckball“, ordnete Riedler die wackelige Phase vor der Pause ein.
Nach dem Seitenwechsel fand Gottsdorf zu seiner Linie zurück. Mehr Ballbesitz, geduldiger Aufbau, die klareren Aktionen im letzten Drittel – genau das, was Riedler gefordert hatte. In der 73. Minute belohnte Jonas Bredlinger den Aufwand und stellte auf 2:2. Für den Coach war das der Schlüsselmoment: „Wenn, dann würde ich das 2:2 herausheben – das war die Wende auf unsere Seite.“ Seine Mannschaft blieb dran und spielte die Partie konsequent zu Ende. „Wir haben das dann sauber fertig gespielt, mit mehr Spielanteilen und den klareren Torchancen“, sagte Riedler. In der Nachspielzeit zahlte sich das späte Anlaufen aus: Fabian Stadler traf in Minute 90.+1 zum 2:3 und machte den Auswärtssieg perfekt.
In seiner Nachbetrachtung hob Fabian Riedler die Mischung aus Plan und Haltung hervor. „Der Gegner war sehr gut gegen den Ball organisiert und hat uns die Räume verwehrt. Es war schwierig, diese engen Zonen zu bespielen, aber wir haben immer wieder Lösungen gefunden und sind konsequent drangeblieben“, erklärte er. Den Ausschlag sah er im Kopf: „Die größte Stärke war die Willensstärke. Nach der frühen Führung und dem 1:2-Rückstand das Spiel auswärts noch zu einem 3:2 zu drehen, rechne ich der Mannschaft hoch an.“ Trotzdem bleibt Arbeit: „Wir brauchen eine klarere, zielstrebigere Spielweise und mehr Ruhe am Ball.“
Zum Rahmen lieferte er ein unaufgeregtes Lob: „Keine strittigen Szenen, das Schiedsrichterteam war sehr solide.“ Mit nun 41 Punkten festigt Gottsdorf Rang fünf, Statzendorf hält bei 30 Zählern auf Platz zehn – und Gottsdorf bleibt im vorderen Feld dran.