Spielberichte

Spätes 1:0 zum Saisonabschluss: Riedler sieht den größeren Willen – "Am Ende hat das Glück entschieden"

SV Gottsdorf
SV Oberndorf

Zum Kehraus in der Gebietsliga West setzte sich der SV Gottsdorf/M./P. zuhause mit 1:0 gegen den SV Reifen Weichberger Oberndorf durch. Nach einer zähen und über weite Strecken offenen Partie fiel die Entscheidung erst in der 88. Minute – Joker Elias Peböck traf zum späten Sieg. Trainer Fabian Riedler sprach von einer wilden, aber chancenarmen Begegnung seiner Elf und betonte: "Der Wille war größer – und am Ende hat das Glück entschieden."

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Offene Partie ohne großes Risiko

Die Begegnung begann ohne großes Abtasten, aber auch ohne letztes Risiko. Beide Teams wussten, dass es am letzten Spieltag nicht mehr um Auf- oder Abstieg ging, und das prägte die ersten Minuten. "Es war von Anfang an eine sehr offene und zerfahrene Partie. Man hat gemerkt, dass es für beide nur mehr um eine Platzierung geht und nicht um Auf- oder Abstieg. Beide Mannschaften gingen nicht an ihre Leistungsgrenzen", ordnete Gottsdorf-Coach Fabian Riedler ein. Nach dem 0:0 zur Pause blieb es lange ein Spiel der kleinen Zweikämpfe und der verpassten Momente. Riedler hob dabei auch den Gegner hervor: "Oberndorf war gut aufgestellt, von Anfang an in der Partie. Sie hatten drei gute Möglichkeiten, darunter zwei richtig große – einmal ein Stangenschuss aus zwei Metern vor dem leeren Tor und ein Kopfball aus zwei Metern. Zum Glück für uns haben sie die Chancen nicht genutzt."

Als alles schon nach Remis roch, stach Peböck zu

Nach Seitenwechsel änderte sich am Grundmuster wenig: Gottsdorf versuchte, das Spiel an sich zu ziehen, Oberndorf blieb kompakt und machte die Räume eng. Viel lief über Einsatz, weniger über klare Abläufe, Torchancen waren Mangelware. "Wir haben von Anfang an probiert, das Spiel zu beherrschen. Das war über die gesamte Spielzeit gegen diesen guten Gegner aber nicht möglich, die Räume waren eng, wir kamen nicht zu vielen Möglichkeiten", sagte Riedler. In der Schlussphase blieb seine Mannschaft dennoch am Drücker – und in Minute 88 fiel die Entscheidung: Elias Peböck stand goldrichtig und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Riedler beschrieb den Moment als Befreiung: "Der wichtigste Moment war natürlich das 1:0 kurz vor Schluss. Für den Burschen – ein 16-jähriger Eigenbauspieler – war das ein super Erlebnis, ein Highlight für ihn und für den ganzen Verein." Die Entstehung hatte der Coach als klassischen Flügelangriff gesehen: Ballgewinn, Verlagerung auf die rechte Seite, Lauf bis zur Grundlinie, Querpass – und in der Mitte der entscheidende Abschluss.

Wille, Glück und ein runder Abschluss

Warum das Pendel am Ende Richtung Gottsdorf ausschlug, fasste Riedler klar zusammen: "Gut funktioniert hat auf jeden Fall der Siegeswille. Der Wille, das letzte Spiel mit drei Punkten abzuschließen, war größer als beim Gegner, und das war der entscheidende Faktor." Dass auch das Quäntchen Zufall mitspielte, verschwieg er nicht: "Im Endeffekt war es ein glücklicher Sieg zum Abschluss." Diskussionen um den Schiedsrichter gab es keine, wie der Trainer betonte. Mit dem 1:0 im letzten Saisonspiel setzt Gottsdorf ein positives Ausrufezeichen hinter eine starke Runde und schließt die Gebietsliga West laut Tabelle auf Rang vier mit 44 Punkten ab, während Oberndorf auf Platz acht mit 33 Zählern landet. Für beide Teams bedeutet der Abpfiff nun: kurze Verschnaufpause – und dann der Blick auf den Neustart im Sommer.

Gebietsliga West: Gottsdorf : Oberndorf - 1:0 (0:0)

  • 88
    Elias Peböck 1:0