Spielberichte

„Wahnsinnige Konstanz und Wille“: Komatz erklärt Waidhofens Meisterweg

Waidhofen/Ybbs

Die Gebietsliga West hat ihren Meister: Die SG Waidhofen/Ybbs krönte eine starke Saison und steigt in die 2. Landesliga auf. Am Ende reichte ein hauchdünner Vorsprung im direkten Vergleich gegen Verfolger ASK Loosdorf, während auch Biberbach lange dranblieb. Obmann Wolfgang Komatz führt den Erfolg vor allem auf „wahnsinnige Konstanz und den mannschaftlichen Willen“ zurück – und erklärt, warum genau diese Mischung in den entscheidenden Frühjahrsduellen den Ausschlag gab.

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Konstanz und mannschaftlicher Wille: So holte Waidhofen den Titel

Waidhofen hat sich den Meistertitel nicht über Nacht geholt, sondern über Wochen sauber erarbeitet. Der Weg führte vom 9. Platz zum Start über Zwischenstände im vorderen Mittelfeld bis ganz nach oben. Ab Runde 16 blieb die Mannschaft stabil in den Top drei, ab Runde 22 verteidigte sie Platz eins bis zur Ziellinie – ein klarer Beleg dafür, dass konstant gepunktet wurde. Obmann Wolfgang Komatz fasst das Erfolgsgeheimnis so zusammen: „Wir sind mit dem Ergebnis wahnsinnig zufrieden. Der Meistertitel in der Gebietsliga West war zu Beginn der Frühjahrssaison kein leicht gestecktes Ziel, aber uns hat eine wahnsinnige Konstanz ausgezeichnet und der mannschaftliche Wille, den Erfolg zu hundert Prozent zu wollen. Das hat uns am Ende den aus meiner Sicht sehr verdienten Meistertitel eingebracht.“ Dass Loosdorf am Ende punktgleich abschloss, zeigt, wie wenig Spielraum für Fehler blieb – und wie wertvoll jeder Zähler im Frühjahr war.

Frühjahrsduelle, starke Gegner: Kleine Kante, große Wirkung

Komatz wollte die Titelstory nicht auf einen großen Moment reduzieren, sondern auf viele kleine, richtige Entscheidungen. Besonders die direkten Spiele im Frühjahr gaben aus seiner Sicht die Richtung vor. „Beeindruckt hat mich der Aufsteiger, gegen den wir sowohl im Herbst als auch im Frühjahr nur ein Unentschieden erreicht haben. Auch dort hat es tolle Teamarbeit gegeben“, sagt der Obmann. „Herausheben muss man auch Loosdorf, mit dem wir bis zum Schluss im direkten Wettbewerb waren. Der entscheidende Unterschied waren im Frühjahr die direkten Begegnungen, die wir – sowohl gegen Loosdorf als auch gegen Biberbach – für uns entscheiden konnten.“ Der Tabellenstand unterstreicht die Schärfe des Duells: Waidhofen und Loosdorf beenden die Saison mit 53 Punkten, doch die Niederösterreicher aus der Ybbsstadt hatten am Ende die Nase vorne – eben wegen jener engen, aber gewonnenen Schlüsselpartien.

Verein breiter aufgestellt, Kader in Finalisierung: Waidhofen rüstet für die 2. Landesliga

Nicht nur sportlich, auch abseits des Rasens wurden in Waidhofen Nägel mit Köpfen gemacht. „Die Stimmung ist natürlich sehr gut. Mit dem Meistertitel im Rücken kann es kaum anders sein“, sagt Komatz. „Zusätzlich haben wir letzte Woche die Generalversammlung abgehalten und den Vorstand für die nächsten vier Jahre gewählt. Das war in dem Wissen, dass wir Meister geworden sind, eine sehr positive Veranstaltung. Wir haben uns im Vorstand noch einmal breiter aufgestellt, um die Herausforderungen der nächsten Jahre bestmöglich bewältigen zu können.“ Neben dem Obmann rücken weitere Verantwortliche in den Bereichen Sport und Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit stärker in die Verantwortung; insgesamt arbeiten nun 17 Personen aktiv an der Zukunft des Vereins. Sportlich gibt es „leichte Adaptionen“ im Kader: Offiziell bestätigt ist der Abgang von Karim Sallam und Manuel Hartig. Verletzungssorgen gibt es laut Komatz derzeit keine: „Grundsätzlich nicht. Wir sind in der Finalisierung der Kaderplanung für die zweite Landesliga und fangen Anfang Juli wieder an, gemeinsam zu arbeiten.“ Einzelne Spieler will er nicht herausheben: „Es war eine wahnsinnige Mannschaftsleistung. Von den ganz jungen bis zu den erfahrenen Spielern hat das Team gemeinsam mit dem Trainerteam gezeigt, was mit einem klaren Ziel und sehr strukturierter, akribischer Arbeit möglich ist.“ Der Kurs ist damit vorgegeben: geschlossen bleiben, solide arbeiten und den Schwung des Meisterjahres in die neue Liga mitnehmen.