Spielberichte

Stimmung ist top: Novara sieht Purkersdorf gut aufgestellt und drückt bei den Jungen aufs Tempo

SG Purkersdorf/Pressbaum I

In der Gebietsliga West blickt SG Purkersdorf/Pressbaum I auf eine bodenständige Saison zurück: Platz 9, 31 Punkte, nie ernsthaft in Abstiegsnot. Trainer Jürgen Novara zieht ein nüchternes, aber zuversichtliches Fazit. Die Mannschaft habe viele junge Rückkehrer eingebaut, die Stimmung sei trotz einer Delle stabil geblieben, und der Kader für die neue Spielzeit steht weitgehend. „Die Stimmung ist top“, sagt Novara – und gibt die Richtung vor: die Entwicklung beschleunigen, die Fans begeistern und im Jubiläumsjahr angreifen.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Bilanz mit vielen jungen Kräften

Jürgen Novara ordnet die abgelaufene Spielzeit ohne große Ausschläge ein, aber mit klarer Linie. „Wir haben uns im Sommer nur mit jungen Spielern verstärkt, die wir aus Pressbaum zurückgeholt haben. Die meisten haben schon Spielpraxis in der Kampfmannschaft gesammelt“, erklärt der Trainer. Sein Fazit fällt ehrlich aus: „Unterm Strich hätten wir uns ein bisschen mehr erwartet, aber wir hatten über das ganze Jahr mit dem Abstieg nichts zu tun.“ Ein Blick auf die Platzierungsentwicklung bestätigt das: Purkersdorf pendelte über weite Strecken zwischen Rang 7 und 12 und landete schlussendlich als Neunter im gesicherten Mittelfeld. Das Ziel, sich in der Liga zu etablieren, sieht Novara damit erfüllt: „Wir wollten uns in der Liga festsetzen. Jetzt müssen wir die Spieler weiterentwickeln.“ Gleichzeitig betont er die Balance: „Grundsätzlich nicht ganz zufrieden, aber auch nicht ganz unzufrieden.“

Stimmung trotz Delle stabil – Kader steht

Besonders bemerkenswert: Die Mannschaft blieb auch in schwierigeren Wochen eng beisammen. „Die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend“, sagt Novara. „Auch als wir eine Negativphase hatten, sind wir positiv geblieben und da nach einigen Spielen selbstständig wieder rausgekommen.“ Dieses Fundament will der Coach sportlich unterfüttern – und kann dabei auf Kontinuität bauen. „Wir haben einen fixen Abgang, das ist Mert Yoldas. Ansonsten bleibt uns der komplette Kader erhalten“, so Novara. Dazu kommen punktuelle Verstärkungen: „Einen Spieler haben wir aus Pressbaum zurückgeholt, zwei neue werden uns verstärken – einer in der Verteidigung, einer im Angriff. Damit ist die Kaderplanung fertig.“ Dass im letzten Spiel acht, vielleicht sogar neun Akteure fehlten, sorgt ihn nicht: „Wir wollten kein Risiko eingehen und auf das nächste Jahr planen. Zum Start sollte der komplette Kader von über zwanzig Spielern plus Torleuten zur Verfügung stehen.“

Ausblick aufs Jubiläumsjahr und klare Hausaufgaben

Für den Feinschliff arbeitet Purkersdorf auch abseits des Rasens an Stellschrauben. „Möglicherweise kommt noch ein Co-Trainer dazu. Da sondieren wir noch“, erklärt Novara, verweist aber zugleich auf Stabilität im Umfeld: „Ansonsten bleibt uns der Betreuerstab erhalten.“ Sportlich liefert er eine ehrliche Messlatte: „Am meisten beeindruckt hat mich Waidhofen mit einer sehr guten Rückrunde. Im Nachhinein muss ich sagen, dass wir an diesem Tag defensiv top waren, aber offensiv nicht gut genug, um den Ausgleich zu erzielen “ Aus solchen Tagen leitet er die Hauptaufgabe ab: die Entwicklung der jungen Spieler beschleunigen. „Das müssen wir vorantreiben, damit wir in der Meisterschaft eine gute Figur abgeben“, sagt der Coach. Und weil der Klub im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, ist die Richtung eindeutig: „Wir wollen eine gute Saison spielen und die Zuschauer wieder begeistern.“ Novara bleibt dabei bei seiner klaren Botschaft – ruhig arbeiten, die Jungen schieben, das Positive tragen lassen.