In der 1. Klasse Mitte hat SV Antau eine Saison hinter sich, mit der man sich im Verein nicht zufriedengibt. Platz elf mit 38 Punkten war für die Mannschaft von Trainer Vinko Kopic zu wenig, auch wenn die Entwicklung im zweiten Teil besser wurde. Vor allem nach vorne sieht der Coach Handlungsbedarf. „In der Offensive müssen wir einfach mehr arbeiten“, sagt Kopic und benennt damit die wichtigste Baustelle vor dem Herbst.

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Viel beschönigen wollte Kopic im Rückblick nicht. „Es war eher durchwachsen. Wir haben uns das anders vorgestellt“, sagt der Trainer offen. Gemeint ist damit nicht nur die Platzierung auf Rang elf, sondern auch der Eindruck, dass SV Antau über weite Strecken nicht die Konstanz auf den Platz gebracht hat, die man sich intern erhofft hatte. Kopic spricht die Probleme klar an und legt den Finger gleich auf zwei Punkte. „Die Offensive war das Problem“, sagt er, und auch hinten lief es im Herbst nicht rund. „Die Defensive war leider nicht gerade so stabil.“ Dass der Coach die Saisonhälfte trotzdem nicht nur negativ sieht, hängt mit der Entwicklung danach zusammen. „Das hat sich dann alles in der zweiten Saisonhälfte gebessert“, erklärt Kopic. Gerade deshalb ist seine Einordnung interessant: Der Trainer erkennt die Verbesserung an, bleibt in der Gesamtbewertung aber bewusst ehrlich.
Aus den Aussagen des Trainers lässt sich klar herauslesen, wo SV Antau in den nächsten Wochen ansetzen will. Wenn Kopic sagt, dass man in der Offensive mehr arbeiten müsse, dann meint er das nicht als Floskel, sondern als klare Vorgabe für die neue Saison. Der Verein hat darauf laut Kopic bereits reagiert und „nachgelegt mit neuen Transfers“, konkrete Namen wollte er zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht nennen. Fix ist dagegen, dass mit Patrik Marchhart ein Stürmer und mit Martin Stockinger ein Verteidiger den Verein verlassen haben. Auch beim Blick auf die aktuelle personelle Lage fällt die Einschätzung recht positiv aus. „Es sind alle fit, bis auf Fatih Satilmis, der ist leicht angeschlagen“, sagt Kopic. Besonders erfreulich aus Vereinssicht ist für ihn außerdem, dass sich zwei junge Spieler hervorgetan haben. Auf die Frage nach auffälligen Akteuren nennt er ohne Zögern „Unsere Youngsters Marvin Müllner und Robin Bernhardt“.
Während der Kader punktuell in Bewegung ist, setzt SV Antau im Umfeld der Mannschaft auf Ruhe. „Trainerteam und alles drum und dran bleibt gleich“, sagt Kopic und beschreibt damit einen Sommer ohne große Umbrüche auf der Bank oder im Umfeld. Ganz ruhig ist es rund um den Sportplatz trotzdem nicht, denn am Wochenende steht in Antau ein fixer Termin an. Am Samstag geht das Riesenwuzzler-Turnier über die Bühne, und Kopic macht keinen Hehl daraus, wie wichtig diese Veranstaltung für den Verein geworden ist. „Das ist in den letzten Jahren zur Haupteinnahmequelle geworden, außerhalb der Saison“, betont er. Entsprechend hofft er auf viele Besucher aus Antau und der Umgebung, die am Sportplatz vorbeischauen. Zwischen der selbstkritischen Aufarbeitung der vergangenen Monate und diesem bodenständigen Blick auf das Vereinsleben schwingt beim Trainer aber auch Zuversicht mit. „Ich schätze, wir sind gut vorbereitet für die neue Saison“, sagt Kopic. Genau diese Mischung aus Klarheit und Hoffnung prägt derzeit die Lage bei SV Antau.