In der 1. Klasse Süd hat USVS Hausbauführer Rudersdorf nach einer zähen Saison den Klassenerhalt über die Relegation fixiert und die Spielzeit auf Rang 14 mit 26 Punkten abgeschlossen. Trainer Harald Bacher zog im Gespräch eine ehrliche Bilanz, betonte den Zusammenhalt, sprach offen über Defizite bei Fitness und Intensität und gab einen Ausblick auf Kader, Verletzte und strukturelle Änderungen im Verein. Die Stimmung ist positiv, der Neustart im Sommer ist geplant.

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Harald Bacher machte im Rückblick deutlich, worauf Rudersdorf seine Rettung gebaut hat: „Seit ich die Mannschaft im Frühjahr übernommen habe, war unser großes Plus der Zusammenhalt.“ Verletzungen zwangen den Klub dazu, stark auf junge Eigenbauspieler zu setzen – und genau das schweißte die Truppe zusammen. „Wir mussten wegen der Verletzungen viel auf Eigenbauspieler setzen – das hat den Zusammenhalt noch einmal gestärkt“, so Bacher. Er wollte bewusst keinen Einzelnen hervorheben: „Die Kompaktheit der Mannschaft hat den Klassenerhalt gesichert. Ich muss das ganze Team loben. Ob Legionäre, externe Spieler oder Einheimische – alle haben an einem Strang gezogen, mit dem Ziel, die Liga zu halten.“ Am Ende stand der Verbleib nach den Relegationsrunden, der im Verein wie eine gemeinsame Etappe gewertet wird, nicht als Glanzstück, aber als verdienter Lohn harter Wochen.
Bei aller Erleichterung blieb Bacher in der Analyse unmissverständlich. „Im Ausdauer- und Kraftbereich müssen wir besser werden. Da ist einiges versäumt worden“, erklärte der Trainer offen. Daraus leitet sich das Programm für die nächsten Monate ab: „Wir arbeiten jetzt im Sommer intensiver und legen im Winter nach.“ Die Stimmung im Umfeld beschreibt er als aufgeräumt: „Die Stimmung ist gut, nachdem wir den Klassenerhalt geschafft haben.“ Gleichzeitig formuliert er ein klares Ziel für die neue Saison: „Alle sind mit Eifer dabei, den Kader so aufzustellen, dass wir nicht mehr in Gefahr geraten.“ Für Bacher ist klar, dass sich die Mannschaft nicht nur spielerisch, sondern vor allem körperlich stabilisieren muss, um Spiele länger zu kontrollieren und enge Partien auf ihre Seite zu ziehen.
Personell ist noch nicht alles spruchreif, doch die Richtung steht. Bei den Abgängen bestätigte Bacher, dass ein Spieler den Verein verlassen hat. Wichtiger noch ist für ihn die Rückkehr der Ausfälle: „Wir hoffen, dass die Verletzten bis zum Meisterschaftsstart alle zu 100 Prozent fit sind.“ Über Neuzugänge wollte er noch nicht sprechen: „Erst wenn alles in trockenen Tüchern ist, können wir Bescheid geben.“ Parallel dazu werden im Verein die Strukturen neu sortiert. Bacher kündigte an: „Es wird mit Vasile Nikolae einen neuen Trainer geben, wobei immer klar war, dass ich diese Funktion nur bis Sommer ausfüllen werde. Es wird einen neuen Vorstand geben – Details gibt es nach den Wahlen und der offiziellen Aussendung.“ Für Rudersdorf bedeutet das einen Neustart auf und neben dem Platz, mit dem Ziel, die Vorbereitung konsequent zu nutzen und den Kader so zu bauen, dass die Mannschaft in der 1. Klasse Süd stabil über dem Strich bleibt.
Im Blick auf die Liga nannte Bacher die Schwergewichte beim Namen. „Großpetersdorf, Neuhaus und Oberwart haben kadertechnisch andere Möglichkeiten und können eine Liga höher gut mitspielen“, sagte er, verwies auf Kaderqualität und Infrastruktur und sprach sogar von einer „anderen Liga“. Für Rudersdorf ist das weniger Maßstab als Orientierung: Wer Schritt halten will, muss im Alltag sauber arbeiten. Genau darauf zielt die Sommerplanung ab. „Wir wollen so aufgestellt sein, dass wir nicht mehr in Gefahr rutschen“, betonte Bacher nochmals. Das Team nimmt die Vorbereitung mit Rückenwind in Angriff – und mit einem klaren Fahrplan: Fitness nachschärfen, Verletzte zurückholen, Kader abrunden. „Wir sind guter Dinge, dass bis zum Meisterschaftsstart alle fit sind“, so der Trainer. Danach soll die Mannschaft die Basis aus Zusammenhalt und Kompaktheit in konstantere Leistungen ummünzen.