Spielberichte

SV Steuerberg-Trainer Wolfgang Pitschko: „Gott sei Dank – drei Punkte!“ 2:1 in Reichenau

SC Reichenau
SV Steuerberg

Nach dem Duell bei SC Reichenau/Falkert ordnete Wolfgang Pitschko den Nachmittag als intensiv und zweikampfbetont ein. Der Trainer von SV Steuerberg sprach von einer starken ersten Hälfte seiner Mannschaft und einer zweiten Phase, in der Reichenau mehr Biss in die Duelle brachte, ohne jedoch zwingend zu werden. Unterm Strich bewertete er den 2:1-Auswärtssieg in der 1. Klasse Mitte als verdient und verwies auf eine geschlossene Leistung über 90 Minuten. Im Fokus seiner Analyse standen vor allem das körperliche Spiel, zwei aus seiner Sicht nicht gepfiffene Elfmeter bei Aktionen um Daniel Walder, die ruhige Reaktion seiner Elf sowie der pragmatische Blick nach vorn – inklusive einer Sperre und der Hoffnung auf schnelle Rückkehr von Personal. „Gott sei Dank haben wir es geschafft, die drei Punkte mit nach Hause zu bringen“, hielt er fest – verbunden mit dem Hinweis, dass Reichenau bis zum Schluss alles probierte.

Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Intensität, Zweikämpfe, Kontrolle

Pitschko stellte die Zweikampfhärte und den wechselnden Zugriff in den Mittelpunkt. Wörtlich sagte er: „In der 1. Halbzeit waren wir klar besser, ohne wirklich viele zwingende Chancen zu haben. In der 2. Halbzeit war Reichenau giftiger in den Zweikämpfen, ist aber auch nicht wirklich zu Chancen gekommen.“ Die Linie seiner Mannschaft blieb dennoch stabil, was seine Gesamteinschätzung prägte: „Ich glaube, über 90 Minuten waren wir die bessere Mannschaft und deshalb geht der Sieg auch in Ordnung, auch wenn Reichenau in der 2. Halbzeit noch alles probiert hat.“

In der Schlussphase blieb seine Elf abgeklärt, ohne in Hektik zu verfallen, und trug so die knappe Führung über die Zeit – mit dem Gefühl, sich die Punkte redlich erarbeitet zu haben.

Halbchancen, Standards – und die Elfer-Frage

Beim Blick auf die Chancenqualität hob Pitschko hervor, dass Reichenau vorwiegend über ruhende Bälle und Hereingaben gefährlich werden wollte: „Es waren vor allem Halbchancen, nichts Zwingendes – hohe Bälle in den Sechzehner, Standardsituationen. Es war keine dabei, wo ich sage: Die müssen sie nutzen.“ Für Diskussionsstoff hätten aus seiner Sicht zwei Szenen um Angreifer Daniel Walder sorgen können: „Pass in die Tiefe auf Daniel Walder. Der Verteidiger versuchte mit einer Grätsche zu klären, traf den Ball aber nicht, nur den Spieler. Für mich ein Elfmeter“, schilderte er – und verwies auf eine ähnliche Situation nach der Pause. Die Reaktionen blieben jedoch bemerkenswert ruhig: „Es gab weder Dynamik noch Diskussionen. Er hat anders entschieden und damit müssen wir leben.“

Dieses sachliche Akzeptieren der Entscheidungen passte zum insgesamt kontrollierten Auftritt seines Teams.

Platz top, Stimmung sachlich – und ein klarer Ausblick

Auch die Rahmenbedingungen flossen in Pitschkos Fazit ein: „Die Platzverhältnisse waren sehr gut. Von den Zuschauern habe ich nicht viel erlebt, aber über 90 Minuten geht das Ergebnis in Ordnung.“ Sportlich richtet sich der Blick bereits nach vorne – allerdings mit einer Hypothek: Nach der fünften Gelben Karte fehlt im Heimspiel gegen Glanegg ein wichtiger Spieler. Trotz des Ausfalls bleibt das Selbstvertrauen hoch: „Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass wir den Schwung aus den ersten zwei Runden mit zwei Siegen mitnehmen können und dann zu Hause gegen Glanegg auch anschreiben können.“ Den Weg dorthin beschreibt er als kollektive Aufgabe: „Zurzeit sind wir in der Lage, den einen oder anderen Ausfall zu kompensieren.“

Zudem hofft er, dass der heute fehlende Pascal Gruntnig bald wieder zur Verfügung steht – um den erarbeiteten Schwung mit in die nächste Aufgabe zu nehmen.

1. Klasse Mitte: Reichenau : Steuerberg - 1:2 (0:1)

  • 52
    Daniel Wernig 1:2
  • 50
    Denis Husejnovic 1:1
  • 26
    Daniel Wernig 0:1