Spielberichte

SV Eitweg – Trainer Pascal Robert Mörtl: "Typisches erstes Spiel"

KAC 1909 1b
SV Eitweg

Im Duell zwischen KAC 1909 1b und SV Eitweg in der 1. Klasse Ost dominierte der Kampf: viele Zweikämpfe, enge Räume, ein zähes Ringen um Kontrolle. Für die Gäste ordnete Trainer Pascal Robert Mörtl die Partie als typisches Auftaktspiel ein – hart geführt und mit überschaubaren Chancen vor der Pause. Nach dem 0:1 drehte sein Team auf, übernahm die Regie und kam zu mehreren Möglichkeiten, darunter ein Lattentreffer kurz vor Schluss. Gleichzeitig sprach Mörtl von zwei nahezu identischen Elfmeter-Szenen, die unterschiedlich bewertet worden seien. Das Stimmungsbild: viel Energie nach der Pause, Ärger über strittige Entscheidungen – und am Ende ein 1:1, das die Enge der Partie widerspiegelt.

Blick durch das Tornetz auf den Torwart

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Kampf, wenig Räume, dann mehr Kontrolle

Aus der Perspektive des Gastes war der Nachmittag vor allem von Intensität geprägt. Mörtl beschreibt die erste Phase klar: "Es war in der ersten Halbzeit von beiden Mannschaften ein relativ schweres Spiel. Es wollten beide Mannschaften Fußball spielen, konnten es aber nicht so umsetzen, wie es sich jeder vorgenommen hatte." Nach dem Rückstand sah er eine deutliche Reaktion seiner Elf: mehr Zugriff, mehr Präsenz und das Gefühl, das Geschehen unter Kontrolle zu haben. Genau diese Energie nach der Pause will der Trainer als positives Signal mitnehmen.

Chancen und Aluminium

Die Partie lebte lange von der Enge, ehe sich nach dem Seitenwechsel die Räume minimal öffneten. Mörtl fasst zusammen: "Die 1. Halbzeit war von beiden Mannschaften chancenarm und in der 2. Halbzeit hatten wir dann schon die eine oder andere Torchance, kurz vor Schluss auch einen Lattentreffer." In seiner Wahrnehmung blieb die Ballverteilung dabei insgesamt ausgeglichen: "Das Ballbesitzverhältnis war eher ausgeglichen beziehungsweise auch etwas mehr beim Gegner, aber alles in ungefährlichen Zonen." Genau dort setzte Eitweg in Halbzeit zwei an: schneller nachrücken, zweckmäßiger in die Tiefe spielen – und so Chancen erzwingen, auch wenn der ganz große Punch ausblieb.

Elfmeter-Debatte und letzte Emotionen

Für Diskussionsstoff sorgten zwei Strafraumszenen. Mörtl schildert den 0:1-Rückstand aus seiner Sicht als Folge eines sehr harten, fragwürdigen Elfmeterpfiffs und verweist auf eine aus seiner Sicht deckungsgleiche Szene in Minute 83, bei der der Pfiff zugunsten seiner Mannschaft ausblieb. Unabhängig davon prägten Standards das Offensivspiel – "Standardsituationen sind immer ein gefährliches Mittel." – und lieferten wichtige Momente. Die Tore fielen nach der Pause: Aus Eitweger Sicht geriet man in der 52. Minute 0:1 in Rückstand (Torschütze: Sebastian Salama), in der 59. Minute glich Julian Gillig zum 1:1 aus. In der Schlussphase kochten die Emotionen noch einmal hoch, als in der 89. Minute auf Eitweger Seite Gelb-Rot gezeigt wurde – für Dietmar Mörtl. Eitweg drängte weiter, doch in der Nachspielzeit fehlte der letzte Pass. So bleibt ein Punkt und die Erkenntnis, dass Einsatz, Energie und Reaktion nach dem Rückstand stimmen – und dass an der Effizienz im letzten Drittel weiter geschraubt werden muss.

1. Klasse Ost: KAC 1909 1b : SV Eitweg - 1:1 (0:0)

  • 59
    Julian Gillig 1:1
  • 52
    Sebastian Salama 1:0