Spielberichte

„Wir wollen das Zünglein an der Waage sein“ – Mario Alfred Marzi über den SV Maria Rojach

SV Maria Rojach

In der 2. Klasse D hat Mario Marzi, Trainer des SV Maria Rojach, seine Mannschaft in beeindruckende Form gebracht. Nach 15 Runden steht der Klub auf Tabellenrang vier und hat mit vier Siegen in Serie den Herbst auf einem Hoch abgeschlossen. Der Coach spricht über die Entwicklung im Team, den Charakter der Spieler und die Ambitionen für das Frühjahr. Besonders der Sieg über den damaligen Tabellenführer beflügelte die Stimmung und brachte den Verein dem Spitzentrio wieder näher.

Mehrere Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Lauf und gefestigter Teamgeist

„Aus den letzten zehn Spielen haben wir neunmal gewonnen“, sagt Mario Alfred Marzi mit hörbarer Zufriedenheit. Was als solider Saisonstart begann, hat sich für die Kärntner zu einem beeindruckenden Lauf entwickelt. „Die Mannschaft hat sich gefunden, wir sind immer besser ins Spiel gekommen“, erklärt der Trainer. Der starke Zusammenhalt innerhalb des Teams war entscheidend, um auch schwierige Phasen zu überstehen.

Verletzungsprobleme begleiteten den Verein, doch die Spieler rückten enger zusammen. „Teilweise hatten wir nur zwei, drei Ersatzspieler – jetzt sind wieder fast alle zurück.“ Das spricht für den Teamgeist, den der Coach immer wieder betont: eine Mannschaft, die als Einheit denkt und handelt.

Das Spiel gegen den Tabellenführer als Wendepunkt

Besonders in Erinnerung geblieben ist Marzi die Begegnung mit dem damaligen Tabellenführer. „Dieses Spiel bleibt mir in Erinnerung, weil der Gegner ungeschlagen angereist war“, erzählt der Trainer. In dieser Partie setzte Rojach ein Ausrufezeichen – nicht nur durch den verdienten Sieg gegen den bis dahin dominierenden Tabellenführer, sondern auch durch die Art und Weise, wie die Mannschaft auftrat: geschlossen und entschlossen.

Der Erfolg wirkte nach. „Nach diesem Spiel haben wir auch das nächsten schwere Auswärtsspiel in Eberndorf gewonnen“, blickt Marzi auf die Serie zurück. Der Triumph wurde so zum Symbol einer jungen, hungrigen Mannschaft, die sich im oberen Tabellendrittel etabliert hat.

Optimismus und klare Ziele vor dem Frühjahr

Auch wenn die Winterpause die Dynamik kurz unterbrach, ist die Zuversicht groß. „Wir wollen das Zünglein an der Waage sein und die drei Großen vorne noch ein bisschen ärgern“, gibt der Trainer die Marschroute vor. Der vierte Platz mit 28 Punkten – hinter den drei Erstplatzierten – ist Ansporn genug, die Entwicklung fortzusetzen. Ein neuer, junger Spieler verstärkt das Team zusätzlich, während der Kader größtenteils zusammenbleibt.

Abseits des Rasens hat sich der Verein ebenfalls weiter professionalisiert: „Ein, zwei Personen sind im Umfeld dazugekommen. Wir wollen Schritt für Schritt immer professioneller werden“, beschreibt Marzi die Ausrichtung. Einen Star möchte er nicht herausheben: „Vom Wechselspieler bis zum Tormann – alle haben voll mitgezogen.“ Das Leitmotiv bleibt der Zusammenhalt, der den SV Maria Rojach in der Hinrunde stark gemacht hat. Marzi und sein Team blicken mit Zuversicht ins Frühjahr: „Sollte einer der Ersten schwächeln, müssen wir da sein.“ Ein klares Statement eines Trainers, der mit Leidenschaft, Geduld und realistischer Ambition arbeitet – und der mit seiner Mannschaft bereitsteht, sobald die nächsten Punkte ausgespielt werden.