In der 2. Klasse D spricht Wilhelm Sandner, Trainer von Annabichler Sportverein 1b, über die Zwischenbilanz seiner jungen Mannschaft, die letzten Spiele gegen Gurnitz 1b, den Eberndorfer AC, FC Frantschach, St. Margarethen und Maria Rain sowie über die starke Nachwuchsarbeit des Klubs. Mit einem Durchschnittsalter von 17,9 Jahren tritt Annabichl in einer Liga an, in der der Fokus klar auf Ausbildung und Entwicklung liegt. Trotz schwankender Ergebnisse steht der Verein für Teamgeist, Durchlässigkeit und sportliche Fairness. Besonders beeindruckend war zuletzt die Solidarität eines Gegners nach einem tragischen Zwischenfall.

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Sandner betont, dass die Integration der Jugendspieler reibungslos verlaufen sei. „Die jungen Spieler trainieren gemeinsam mit der U17, und wir profitieren enorm von dieser Verzahnung“, erklärt er. Weil es kein Abstiegsszenario gibt, kann Annabichl frei von Ergebnisdruck arbeiten und den Spielern Zeit zur Entwicklung geben. „So können die Jungs ohne Angst Fehler machen und daraus lernen.“ Die Bilanz bestätigt den Weg: Das Projekt Nachwuchsförderung trägt Früchte – drei Talente wurden bereits in die Kampfmannschaft hochgezogen.
Ganz ohne Rückschläge geht es nicht. Zwei Spieler fehlen derzeit – einer nach einem Kreuzbandriss, der andere nach einem Verkehrsunfall. „Beide sind aber auf dem Weg der Besserung und werden im Sommer 2026 wieder voll angreifen“, sagt Sandner zuversichtlich.
Besonders bewegt hat ihn die Geste des Eberndorfer AC vor dem letzten direkten Duell: Vor dem Anpfiff überreichten die Eberndorfer einem verletzten Annabichl-Spieler einen Geschenkkorb und wünschten persönlich gute Genesung. „Das war etwas sehr Schönes abseits des Fußballplatzes“, erzählt Sandner.
Sportlich verliefen die letzten Wochen durchwachsen. Auf einen Sieg gegen Gurnitz 1b folgten Niederlagen gegen den Eberndorfer AC und den FC Frantschach, anschließend endete die Begegnung mit St. Margarethen remis, ehe es gegen Maria Rain eine weitere Niederlage setzte.
In der Tabelle steht Annabichl aktuell auf Rang 10 mit zehn Punkten aus 14 Spielen. Sandner sieht trotz der Resultate eine positive Entwicklung: „Wir arbeiten langfristig. Entscheidend ist, dass sich die Spieler individuell verbessern und ihr Potenzial ausschöpfen.“ Auch Co-Trainer Alessandro Mitterberger ist in dieser Phase eine wichtige Stütze; strukturelle Änderungen im Betreuerteam gab es nicht.
In einer Liga, die von erfahrenen Teams geprägt ist, verfolgt Annabichl eine klare, nachhaltige Strategie: Jugend fördern, Integration leben und die Verbindung zwischen Nachwuchs und Kampfmannschaft konsequent stärken.
Sandners Fazit nach der Saisonhälfte klingt reflektiert und zuversichtlich: „Wir wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen. Wenn wir konsequent dranbleiben, werden wir langfristig die Früchte dieser Arbeit ernten.“ Für ihn steht fest: Erfolg misst sich nicht nur in Punkten, sondern auch daran, wie viele Spieler den nächsten Schritt schaffen – und genau dort ist Annabichl 1b auf einem vielversprechenden Kurs.