In der 2. Klasse D sorgt Trainer Werner Kothmaier mit dem ASV St. Margarethen/Lav. für Aufsehen: Nach einer nahezu makellosen Herbstserie ohne Niederlage steht seine Elf auf Rang zwei – nur knapp hinter dem ASK Klagenfurt. Mit Siegen gegen SC Diex, SV Rasenschach Tainach und SV Viktring sowie Remis gegen ASK Klagenfurt und Annabichler SV 1b geht die Mannschaft mit breiter Brust ins Frühjahr. Kothmaier spricht im Interview über den besonderen Zusammenhalt, die klare Philosophie des Vereins und die konsequente Arbeit an der Basis.

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Kothmaier blickt zufrieden auf die Halbserie zurück und stellt die Teamkultur über alles: „Das große Plus unserer Mannschaft ist die gemeinschaftliche Geschlossenheit. Wir kämpfen, wir fighten bis zum Umfallen“, betont der Trainer. Dieses Wir-Gefühl trägt die Elf durch enge Partien und ist das Fundament für den sportlichen Erfolg.
Auch abseits des Platzes lebt das Team seinen Spirit – regelmäßige gemeinsame Aktivitäten und hohe Trainingsbeteiligung unterstreichen das familiäre Klima. „Man kann fast sagen, wir sind wie ein Familienbetrieb“, beschreibt Kothmaier die Atmosphäre, in der Jung und Alt harmonisch zusammenarbeiten.
In der Winterpause verzichtete der Verein bewusst auf Transfers. „Wir haben nichts dazugelegt und auch keine Abgänge. Wir hoffen, dass unsere Spieler von Verletzungen verschont bleiben“, so Kothmaier. Der Kader blieb zusammen, die Vorbereitung startete vollzählig. Alle Akteure sind fit – ein Pluspunkt, um im Aufstiegsrennen weiter Druck zu machen.
Die enge Verzahnung mit Betreuerstab und Vorstand sieht Kothmaier als weiteren Trumpf: „Wir sind sehr heimelig und arbeiten sehr eng zusammen.“ Ein Kernstück bleibt die Nachwuchsarbeit: Talente sollen behutsam an die Kampfmannschaft herangeführt werden.
Besonders in Erinnerung bleibt das 0:0 gegen den Ligaprimus aus Klagenfurt – intensiv, zweikampfstark und auf Augenhöhe. „Man kann sagen, die haben wahrscheinlich 15 Spieler, die wirklich Fußball spielen können. Das war eine sehr harte Partie. Aber wir haben gesehen, dass wir absolut mithalten können“, sagt Kothmaier.
Der Punktgewinn bestätigte die Konkurrenzfähigkeit; weitere Siege gegen SC Diex, SV Rasenschach Tainach und SV Viktring untermauerten die Ambitionen. Mit 34 Punkten aus 14 Spielen liegt St. Margarethen nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Klagenfurt. Kothmaier wird deutlich: „Ziel wäre es, jetzt die 1. Klasse zu erklimmen.“
Der Fokus richtet sich klar auf nachhaltige Entwicklung. „Wir wollen die Jugend forcieren und schauen, dass unsere eigenen Nachwuchsspieler in zwei, drei Jahren zum Stamm gehören“, erklärt der Trainer. Erfahrene Kräfte sollen junge Spieler anleiten, Verantwortung übernehmen und eine Kultur der Förderung prägen. Auch menschlich hebt Kothmaier seine Gruppe hervor: „Ich bin froh und glücklich, eine solche Mannschaft zu haben und in so einem Team mitzuarbeiten.“
Mit Beständigkeit, Ehrgeiz und Gemeinschaftsgeist blickt St. Margarethen optimistisch auf den weiteren Saisonverlauf – der Aufstieg ist fest im Visier, getragen vom Zusammenhalt und der Überzeugung, dass Teamgeist mehr wert ist als jede Einzelaktion.