Spielberichte

Mario Konrad (Trainer ASV Asparn/Zaya): „Uns fehlte der unbedingte Siegeswille“

ASV Asparn/Zaya
SV AUST-BAU Großkrut

Im Duell der 21. Runde der 1. Klasse Nord trennten sich der ASV Asparn/Zaya und der SV AUST-BAU Großkrut mit 0:0. Asparn tat sich über weite Strecken schwer, Großkrut war – so Trainer Mario Konrad – „über sechzig, siebzig Minuten die bessere Mannschaft“. Ein Elfmeter für die Hausherren blieb ungenutzt, dazu eine späte Möglichkeit, der Ball wollte nicht über die Linie. Zur Pause hieß es 0:0, und auch nach der größten Asparner Chance änderte sich daran nichts. „Unterm Strich wäre ein Sieg nicht verdient gewesen“, meinte Konrad, der klare Worte zu Leistung, Mentalität und den aktuellen Ausfällen fand.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Großkrut lange am Drücker, Asparn lässt die dickste Chance liegen

Die Partie begann mit Vorteilen für die Gäste. Aus Asparner Sicht hatte Großkrut in den ersten 15 bis 20 Minuten „ein, zwei gute Möglichkeiten“, die der Heim-Keeper entschärfte. Danach fanden die Gastgeber zwar besser rein, zwingend wurde es aber nicht. „Wir sind in keiner Phase des Spiels in einen Flow gekommen“, erklärte Mario Konrad, der den Verlauf ohne Ausreden einordnete. Nach dem 0:0 zur Halbzeit bot sich nach Wiederbeginn die große Gelegenheit: Asparn bekam einen Elfmeter zugesprochen – und vergab. „Ich habe ihn leider wieder verschossen, so wie im Spiel davor“, sagte Konrad offen. Später ergab sich noch eine „richtig gute Möglichkeit kurz vor Schluss“, doch auch die blieb ungenutzt. Bei allem Ärger blieb der Trainer fair in der Bewertung: „Über neunzig Minuten gesehen war’s von uns kein gutes Spiel. Der Gegner war über sechzig, siebzig Minuten die bessere Mannschaft.“

„Nicht vieles gut funktioniert“ – Konrad kritisiert Einstellung und fehlendes Selbstvertrauen

In seiner Analyse nahm der Asparn-Coach kein Blatt vor den Mund. „Eigentlich hat nicht vieles gut funktioniert“, so Konrad. Man habe versucht, Fußball zu spielen und den Ball laufen zu lassen, „aber der Gegner hat mit seiner robusten Art ganz gut dagegengehalten“. Die Folge: „Wir sind in keiner Phase des Spiels in einen Flow gekommen, in dem wir unser Spiel aufziehen konnten.“ Dazu kommen personelle Sorgen: „Mit den vielen Ausfällen und angeschlagenen Spielern, die wir haben und nicht kompensieren können, kommt dann auch so ein Ergebnis zustande.“ Am deutlichsten wurde der Trainer bei der Mentalität: „Momentan fehlt uns etwas das Selbstvertrauen beziehungsweise auch die nötige Einstellung und die Mentalität, Spiele gewinnen zu wollen. Den unbedingten Siegeswillen vermisse ich schon die letzten drei Spiele. Wir schaffen es einfach nicht, den vollen Fokus am Platz zu bringen.“

Respekt für den Schiedsrichter, Tabelle im Blick und der Auftrag für Angern

Ein klares Lob verteilte Konrad an den Unparteiischen. „Diese Woche haben wir einen sehr, sehr guten Schiedsrichter erwischt“, betonte er. Der Elfmeterpfiff für Asparn sei „einer, den sich nicht viele trauen, obwohl es aus meiner Sicht ein klarer Elfmeter war“. Vor allem die Art der Spielleitung gefiel ihm: „Mit seiner ruhigen Art und Gelassenheit hat er wesentlich dazu beigetragen, dass es ein faires Spiel war.“

Sportlich nimmt Asparn den Punkt mit und bleibt als Vierter bei 38 Zählern, Großkrut rangiert mit 29 Punkten auf Platz sechs. Der Blick geht nach vorne – und zwar zu Angern. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir nächste Woche gegen Angern wieder in die Spur kommen“, sagte Konrad. Gegen den Tabellen-14. braucht Asparn laut Coach vor allem eines: Fokus, Selbstvertrauen und den Willen, Chancen wie den Elfer diesmal zu nutzen.