Spielberichte

SV Grünbach dreht das Spiel, kassiert raschen Ausgleich – 2:2

SV Grünbach
SC Zöbern

In der 1. Klasse Süd teilten sich SV Grünbach und SIVAG SC Zöbern die Punkte: 2:2 nach einem wilden Start in die zweite Halbzeit. Grünbach drehte den 0:1-Pausenrückstand binnen acht Minuten, ehe Zöbern sofort zurückschlug. Co-Trainer Matthias Winkler zeigte sich nach dem Abpfiff wenig zufrieden und sprach von vielen harten Zweikämpfen sowie einer sehr durchwachsenen Leistung seiner Mannschaft.

Zweikampf zwischen zwei Fußballspielern in Schwarz und Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vom Rückstand zur kurzen Führung – und die schnelle Antwort

Der Abend begann zäh für die Hausherren: Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase schlug Zöbern vor der Pause zu. In Minute 35 traf Dominik Spanring zum 0:1, mit diesem Rückstand ging Grünbach auch in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff kippte das Bild rasch. Die Gastgeber kamen mit Schwung heraus und belohnten sich in der 50. Minute durch Tomas Janecek mit dem Ausgleich. Nur vier Minuten später drehte Patrik Gajan mit dem 2:1 das Spiel komplett. „Gut funktioniert haben die ersten fünfzehn, zwanzig Minuten nach der Pause“, fasste Co-Trainer Matthias Winkler diese Druckphase zusammen. Doch die Freude währte nicht lange: Bereits in Minute 58 stellte Bence Jozsef Reizinger mit der schnellen Antwort auf 2:2. Danach blieb es beim Remis, obwohl Grünbach aus der starken Phase nach der Pause mehr gemacht hatte als vor dem Seitenwechsel.

Winklers klare Worte zum Remis

Matthias Winkler ließ nach dem Spiel keine Zweifel an seiner Einordnung. Auf die Frage, ob das Remis gerecht sei, sagte er nur: „Nein.“ Mehr wollte er dazu nicht ausführen, deutete aber an, was ihn störte. „Es waren viele harte Fouls“, schilderte er das körperliche Spiel. Den Gegner bewertete er knapp: „Sehr schwach.“ Auch zur eigenen Mannschaft fand er deutliche Worte: „Unterschiedlich. Manche Spieler gut, manche sehr gut, manche sehr schlecht.“ Beim Thema Schiedsrichter blieb Winkler grundsätzlich sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war nicht schlecht“, fügte jedoch an, dass aus seiner Sicht „einige Spieler fünfmal eine Gelbe hätten kriegen sollen“. Warum es am Ende bei der Punkteteilung blieb? „Die fehlende Qualität bei manchen Mitspielern von mir“, meinte der Co-Trainer und unterstrich damit, dass er deutlich mehr erwartet hatte.

Ein Punkt, der keiner ist – Einordnung und Ausblick

Sportlich fühlt sich dieses 2:2 für Grünbach wie eine verpasste Chance an. Nach dem Zwischenstand von 2:1 und der starken Phase direkt nach der Pause wäre mehr drin gewesen, doch der schnelle Ausgleich ließ den Lohn ausbleiben. In der 22. Runde stehen beide Teams im Tabellenkeller eng beisammen: Zöbern hält nach dem Remis bei 18 Zählern, ebenso Grünbach, das damit weiter am Ende der Tabelle rangiert. Ein Befreiungsschlag war es also für keines der beiden Teams. Für Grünbach bleibt dennoch ein Ansatz: Die Intensität und Konsequenz aus den „ersten fünfzehn, zwanzig Minuten nach der Pause“ – wie Winkler es formulierte – müssen öfter und länger auf den Platz. Gelingt das, kann aus einem Punkt in solchen Spielen wieder einmal ein Dreier werden.

1. Klasse Süd: Grünbach : Zöbern - 2:2 (0:1)

  • 58
    Bence Jozsef Reizinger 2:2
  • 54
    Patrik Gajan 2:1
  • 50
    Tomas Janecek 1:1
  • 35
    Dominik Spanring 0:1