Spielberichte

Meisl-Dreierpack dreht 0:1 – Hochwolkersdorf feiert 3:1

SC Hochwolkersdorf
SV Bad Erlach

In der 1. Klasse Süd hat der SC Hochwolkersdorf den SV Bad Erlach nach Pausenrückstand noch mit 3:1 besiegt. Nach einer zähen ersten Hälfte und dem 0:1 durch Nico Karner drehte Elias Meisl nach der Pause mit drei Treffern die Partie. Trainer Thomas Steiner sprach von einem Weckruf nach einer riesigen Erlacher Möglichkeit, ehe sein Team das Pressing hochzog, die Räume hinter der Abwehr fand und sich für eine klare Steigerung nach Seitenwechsel belohnte.

Fußball hängt im grünen Tornetz

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Zäher Beginn, Weckruf nach der Pause – und der Ausgleich als Kippmoment

Die erste halbe Stunde passte zur Ausgangslage: viel Vorsicht, wenig Tempo, kaum Torraumszenen. „Man hat gemerkt, dass beide Mannschaften nicht im Flow sind. Es war sehr viel Stückwerk, sehr verhalten, mit relativ wenig Chancen auf beiden Seiten“, sagte Hochwolkersdorf-Trainer Thomas Steiner. Genau in diese Phase setzte Erlach in Minute 27 das 0:1: Nico Karner traf, und mit diesem Rückstand ging es auch in die Kabinen. Nach Wiederbeginn erwischte Erlach den deutlich besseren Start – und hatte in einer wilden Szene sogar dreifach Pech. „Da hatte Erlach eine Triplechance, zweimal Latte und einmal Stange in einer Aktion“, schilderte Steiner. Für ihn lag hier der Knackpunkt der Partie: „Wenn wir da das 0:2 bekommen, wird es ganz schwer. Der Ausgleich zum 1:1 war der wichtigste Moment – im Gegenzug haben wir getroffen, und auf einmal haben die Burschen wieder dran geglaubt.“ Dieses 1:1 fiel in der 54. Minute und setzte spürbar Energie frei.

Meisl übernimmt – drei Treffer, viel Tempo und Bälle hinter die Kette

Mit dem Ausgleich kippte das Spiel voll auf die Seite der Hausherren. Hochwolkersdorf spielte nun geradliniger, attackierte höher und suchte immer wieder die Tiefe. „Ab dem Moment haben wir eigentlich nur mehr Druck entwickelt und sind mit Bällen hinter die Abwehr immer wieder gefährlich geworden“, erklärte Steiner. Der Mann des Abends hieß Elias Meisl: Erst verwertete er einen Steilpass von Hasan Duman aus spitzem Winkel sehenswert zum 1:1 (54.). Fünf Minuten später drehte er die Partie komplett, als er eine Flanke von Barnabas Soltesz an der zweiten Stange per Kopf zum 2:1 ins Netz nickte (59.). In Minute 78 machte Meisl den Deckel drauf: Nach Zuspiel von Robert Scherz zog er von links mit Tempo zur Mitte und setzte zwischen den Innenverteidigern einen flachen, satten Schuss zum 3:1 ins Eck. „In der zweiten Halbzeit hat unser Pressing gut funktioniert. Wir haben den Gegner zu vielen Fehlern gezwungen und dadurch immer wieder unsere Momente gefunden“, so Steiner.

Respekt für Bad Erlach und Lob für den Unparteiischen

Steiner hob trotz der Wende die Rolle des Gegners hervor. „Bei Bad Erlach hat man gemerkt, sie sind in einer ähnlichen Situation wie wir. Beide Teams hatten Ausfälle, und die Unsicherheit war auf beiden Seiten spürbar. Sie waren aber sehr bemüht“, sagte er und blieb beim Gedanken an die frühe Phase nach der Pause realistisch: „Wenn sie da die Chance nutzen und das 2:0 schießen, kommen wir wohl nicht mehr zurück. Gott sei Dank war das nicht der Fall.“ Diskussionen rund um den Schiedsrichter wollte Steiner gar nicht erst aufkommen lassen. „Ich glaube, es gab keine großen Fehlentscheidungen. Der Schiedsrichter hat auf beiden Seiten sehr kleinlich gepfiffen, unterm Strich war es total fair und für mich absolut in Ordnung.“ So blieb der Fokus auf dem Sportlichen, wo Hochwolkersdorf nach der Pause klar die besseren Antworten fand.

Fanklub als Extra-Schub und ein enger Blick auf die Tabelle

Viel Raum nahm nach dem Schlusspfiff die Freude über den eigenen Anhang ein. „Einer der Aufträge an die Mannschaft war Wiedergutmachung für den Fanklub, der in der Vorwoche zahlreich nach Scheiblingkirchen gefahren ist und dort Remmidemmi gemacht hat. Es macht tausendmal mehr Spaß, einen jubelnden Fanklub begrüßen zu dürfen und mitzujubeln“, sagte Steiner. Auch deshalb fühlte sich dieses 3:1 besonders gut an.

Ein Blick auf die enge Liga unterstreicht die Bedeutung: Hochwolkersdorf hält nach 22 Runden bei 34 Punkten und rangiert auf Platz 4, Bad Erlach steht ebenfalls bei 34 Zählern. In so einem dichten Feld zählt jeder Dreier doppelt – vor allem, wenn er nach einem 0:1 erarbeitet wird. Mit einem Augenzwinkern bremste Steiner den Hype um seinen Matchwinner: „Elias zu viel zu loben geht nicht, sonst hebt er ab. Wir geben uns einfach mit einer sehr guten Leistung zufrieden.“

1. Klasse Süd: Hochwolkersdorf : Bad Erlach - 3:1 (0:1)

  • 78
    Elias Meisl 3:1
  • 59
    Elias Meisl 2:1
  • 54
    Elias Meisl 1:1
  • 27
    Nico Karner 0:1