Schwere Punkte in der 1. Klasse West: Der SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland bezwang zuhause den ASK Kematen mit 2:0. Beide Treffer fielen noch vor der Pause – Felix Thier eröffnete, David Schroll legte nach. Trainer Johannes Riesenhuber sprach hinterher von einem schnellen, kampfbetonten Duell, lobte seine Mannschaft für die Geschlossenheit und räumte zugleich ein: „Heute war das Spielglück sicher auf unserer Seite.“

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Die Gastgeber kamen mit viel Schwung ins Spiel. „Wir sind sehr gut gestartet und hatten in den ersten fünf Minuten drei, vier richtig gute Chancen, haben aber die nötige Präzision vermissen lassen“, beschrieb Johannes Riesenhuber den frühen Druck. In der 20. Minute fiel dann das verdiente 1:0: Felix Thier traf für den SV Petzenkirchen. Zuvor hatte Kematen nach Riesenhubers Einschätzung eine aussichtsreiche Szene, die aber wegen Abseits zurückgepfiffen wurde. „Das war knapp, aber der Schiedsrichter hat für uns auf Abseits entschieden“, so Riesenhuber. Petzenkirchen blieb am Drücker, kam weiter zu Möglichkeiten und legte in Minute 35 nach – David Schroll stellte auf 2:0. „Wir haben uns vor der Halbzeit verdient mit dem 2:0 belohnt. Das war in der Höhe sicher in Ordnung“, meinte der Coach. Nach dem Seitenwechsel blieb das Match intensiv, Kematen suchte den Anschluss. Riesenhuber verwies dabei auch auf eine große Gelegenheit vom Punkt, die die Gäste ungenutzt ließen. „Wenn Kematen den Elfmeter zum 2:1 verwandelt hätte, wäre es sicher knapp geworden“, gab Riesenhuber offen zu. So verteidigte Petzenkirchen die Führung konsequent und brachte das 2:0 über die Zeit.
Im Rückblick hob der Trainer vor allem den Zusammenhalt hervor. „Die größte Stärke war wie zuletzt die mannschaftliche Geschlossenheit. Wirklich jeder Spieler ist ans Limit gegangen“, sagte Riesenhuber. Das war nötig, denn der Gegner forderte die Heimelf über 90 Minuten. „Kematen war ein sehr starker Gegner, in der Offensive immer gefährlich und sicher sehr gut eingestellt von ihrem Trainer“, betonte er. Dass sein Team in den Anfangsminuten trotz Überlegenheit noch nicht traf, ordnete Riesenhuber ruhig ein: Die Chancen waren da, die Genauigkeit fehlte noch, ehe Thier den Bann brach. Das 2:0 kurz vor der Pause passte für ihn ins Bild, weil Petzenkirchen nach dem Führungstor weiter aktiv blieb und sich – wie er sagte – „verdient belohnte“. Insgesamt sah der Coach „ein sehr spannendes Spiel, sehr temporeich und kampfbetont“, in dem sein Team die wichtigen Momente vor der Halbzeit besser nutzte und danach mit viel Einsatzarbeit das Ergebnis absicherte.
Bei aller Intensität blieb der Ton nach Schlusspfiff respektvoll. Riesenhuber stellte dem Schiedsrichter ein ordentliches Zeugnis aus: „Grundsätzlich war die Schiedsrichterleistung in Ordnung, obwohl er es sicher sehr schwer gehabt hat, weil es ein kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikämpfen war. Er hat versucht, das Spiel laufen zu lassen. Bei so vielen Zweikämpfen ist es nicht einfach, so zu entscheiden, dass jeder zufrieden ist. Er hat’s gut gemeistert.“ Ebenso offen sprach der Trainer über das Momentum in Hälfte zwei: „Heute war das Spielglück sicher auf unserer Seite. Wenn der Elfmeter reingeht, wird’s eng.“ Umso größer war die Erleichterung in der Kabine. „Wir sind sehr zufrieden und glücklich, dass wir wieder so ein enges Spiel für uns entschieden haben. Das sollte uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben“, blickte Riesenhuber voraus. Petzenkirchen nimmt aus diesem 2:0 nicht nur drei Punkte mit, sondern auch das Gefühl, in intensiven Partien geschlossen zu arbeiten und die Nerven zu bewahren.