In der 1. Klasse West trennten sich die Sportunion Leitner Allhartsberg und FCU SOP Winklarn 2:2. Vor knapp 800 Zuschauern drehte Allhartsberg ein frühes 0:1 noch zur Führung und kassierte erst spät den Ausgleich. Trainer Reinhard Mayr sprach von zwei vermeidbaren Gegentoren und haderte mit dem verpassten Sieg, trotz starker Allhartsberger Leistung und großem Einsatz vor einer richtig tollen Kulisse.

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Es war die erwartete intensive Partie vor einer ungewohnt großen Kulisse – knapp 800 Zuschauer drängten sich um den Platz, und von Beginn an war Tempo drin. Winklarn erwischte den besseren Start und lag nach acht Minuten durch Admir Besirovic 0:1 vorne. Aus Allhartsberger Sicht hatte der Treffer allerdings einen faden Beigeschmack. „Das 0:1 war aus unserer Sicht abseits und zudem unglücklich abgefälscht“, erklärte Trainer Reinhard Mayr. Seine Mannschaft ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und arbeitete sich Schritt für Schritt in die Partie. Nach gut einer halben Stunde fiel der Ausgleich: Marjan Gamsjäger traf in Minute 33 per Handelfmeter, wie Mayr schilderte. Bis zur Pause stand es 1:1, das Spiel blieb offen, die Intensität hoch und die Gastgeber wurden mutiger in ihren Aktionen.
Nach dem Seitenwechsel kam Allhartsberg mit Schwung aus der Kabine und stellte die Partie früh auf 2:1. In Minute 48 vollendete Timo Hickersberger einen Angriff zur Führung – „Das war ein herrlich rausgespieltes Tor von uns“, lobte Mayr. Das Spiel wogte danach hin und her, beide Seiten suchten den Abschluss. „Winklarn hatte Chancen und wir hatten Chancen auf den Siegtreffer“, so der Coach. Besonders in der Schlussphase stand der Gäste-Keeper im Mittelpunkt: „Am Ende hat der Gästetormann unglaublich gehalten; mit ein bisschen Glück machen wir den Siegestreffer.“ Stattdessen kam Winklarn noch einmal zurück. In der 83. Minute stellte Matthias Aigner auf 2:2. „Das war ein Pingpong-Ball, der glücklich zum Winklarn-Spieler kam. Wir waren zweimal am Ball im Sechzehner und konnten nicht klären – das war ausschlaggebend“, ärgerte sich Mayr.
Auch wenn es am Ende „nur“ ein Punkt wurde, fiel Mayrs Analyse positiv aus. „Heute hat sehr viel gut funktioniert – unser Offensivverhalten, der Einsatz, die Bereitschaft. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, da war nicht viel auszusetzen.“ Den Gegner ordnete er mit Respekt ein: „Winklarn ist sehr spielstark. Sie sind als Favorit in die Meisterschaft gestartet und haben starke Einzelspieler – das hat man heute wieder gesehen.“ Unterm Strich sah er Gründe für das Remis vor allem bei der eigenen Absicherung: „Wir haben zwei aus unserer Sicht sehr vermeidbare Gegentore bekommen.“ Zur strittigsten Szene meinte er: „Das 0:1 war leider abseits, ansonsten war es nicht schwierig zu leiten.“
Und zur großen Kulisse und Saisonbilanz sagte Mayr: „Ein richtig starkes Frühjahr, tolle Unterstützung des gesamten Vereins und es macht mir wirklich Freude in diesem funktionierenden Umfeld zu arbeiten. Es waren am Ende Kleinigkeiten ausschlaggebend, um ganz vorne zu stehen, aber insgesamt sind wir sehr zufrieden. Wir gratulieren an dieser Stelle Ybbsitz zum Gewinn der Meisterschaft – Sie waren über die Saison gesehen am konstantesten."