In der 2. Klasse Mostviertel schloss die SU Bischofstetten eine starke Saison mit Rang zwei und 57 Punkten ab. Damit landete man nur vier Zähler hinter Ardagger/Neustadtl II. Besonders in der Rückrunde blieb man ungeschlagen. Trainer Dominik Pepeunig zieht ein positives Fazit, betont aber das im Winter ausgegebene, knapp verfehlte Meisterziel. „Wir wollten uns nie das Müssen umhängen“, sagt er und richtet den Blick nach vorne: Verletzte kehren zurück, und am 13. Juli startet die Vorbereitung.

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Der Rückblick des Trainers fällt klar aus. „Wenn man eine komplette Rückrunde ungeschlagen bleibt, drei Unentschieden hat und den Rest gewinnt, kann man mit der Gesamtsituation zufrieden sein“, sagt Dominik Pepeunig. Zufrieden und doch selbstkritisch. „Im Winter haben wir uns das Ziel Meister gesetzt. Das haben wir schlussendlich nicht erreicht. Meine Gratulation an Ardagger/Neustadtl, vor allem in den direkten Duellen war ein Kampf zu sehen, den man in der 2. Klasse selten sieht.“ Die Tabelle unterstreicht das enge Rennen: Bischofstetten lag ab Runde sieben erstmals ganz oben und war in der Schlussphase mehrmals Tabellenführer, am Ende fehlten vier Zähler auf Platz eins.
Pepeunig legt Wert auf eine klare Linie und eine gesunde Erwartungshaltung. „Es war vor Saisonbeginn nie das ausdrückliche Ziel, dass wir aufsteigen müssen. Das Müssen haben wir uns nie umgehängt und der Verein auch nicht“, erklärt er. Stattdessen zählen Inhalte: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wir wollen attraktiven Fußball spielen. Wir wollen eine dynamische Gruppe, die am und neben dem Feld füreinander einsteht.“ Diese Punkte habe die Mannschaft „sehr, sehr gut umgesetzt“. Gerade weil der Druck nicht künstlich erhöht wurde, konnte sich das Team entwickeln und auch Rückschläge abfedern. „Ein paar Kleinigkeiten ändern wir für nächstes Jahr, dann sind wir hoffentlich wieder vorne dabei“, sagt der Coach. Und er verweist auf die Breite im Klub: „Durch die Verletzungen haben einige aus der U23 den nächsten Schritt gemacht. Wenn ich sie gebraucht habe, von Anfang an oder als Joker, waren sie da. Das zeigt mir, dass die Burschen einen Riesenschritt gemacht haben.“
Personell blickt Bischofstetten mit Zuversicht nach vorne. „In den letzten Runden standen mir der Kapitän Lukas Zuser und Thomas Gansberger nicht mehr zur Verfügung“, erklärt Pepeunig. Als rechnerisch klar war, dass der Meistertitel nicht mehr zu holen ist, wurden beide für die neue Saison geschont. „Beide kommen in der Vorbereitung zurück.“ Besonders bewegt zeigt sich der Trainer beim Comeback eines Langzeitverletzten: „Es freut mich besonders, dass Jakub Slowik nach über einem Jahr nach seinem Kreuzbandriss im Juli wieder zu 100 Prozent einsteigt.“ Bei Kostiantyn Khilobok will der Coach nichts überstürzen: „Da müssen wir schauen, inwieweit er in der Vorbereitung einsteigen kann. Grundsätzlich sind alle Verletzten auf einem sehr guten Weg. Viele sind schon fit und den einen oder anderen bekommen wir auch noch hin.“ Damit wächst die Konkurrenz im Kader wieder, was dem hohen Trainingsniveau entgegenkommt.
Neben dem Platz gab es ebenfalls Bewegung. „Christoph Schagerl ist nach über 33 Jahren Vereinszugehörigkeit und knapp 600 Spielen von der Spielerseite in den Vorstand gewechselt. Er übernimmt die Funktion des sportlichen Leiters“, berichtet Pepeunig und bedankt sich ausdrücklich. Auch im Betreuerteam wurden die Rollen neu sortiert: „Mein Co-Trainer Jakub Slowik geht Gott sei Dank wieder aufs Spielfeld. Für die U23 und als Co-Trainer haben wir Gerhard Winkler verpflichtet. Ich glaube, wir ergänzen uns fachlich und menschlich sehr gut und bilden ab Juli ein gutes Gespann.“ Sportlich erwartet der Coach erneut eine fordernde Liga. „Es ist nicht leicht, in Pöchlarn zu gewinnen. Es ist nicht leicht, in Münichreith zu gewinnen. Die Liga ist voll interessant. Am Ende zählt, was die eigene Mannschaft auf den Platz bringt.“
Die nächste Etappe ist klar markiert. „Vorbereitungsstart ist am 13. Juli“, sagt Pepeunig. Bis dahin bleibt die Basisarbeit nicht liegen: „Die Jungs wissen, dass sie die freie Zeit nutzen sollen, um sich fit zu halten.“ Danach soll der Rhythmus sofort wieder da sein: „Ab 13. Juli geben wir bei jedem Training und in jedem Spiel wieder 100 Prozent und versuchen, unsere Serie zu halten und, wenn’s geht, auszubauen.“ Der Anspruch ist dabei bewusst bodenständig formuliert: weiter jedes Spiel annehmen, attraktiv auftreten, die Rückkehrer integrieren und die gewachsene Achse mit den gereiften U23-Kräften verbinden. Oder wie es der Trainer zusammenfasst: „Mit allen wieder fit greifen wir an.“