Spielberichte

Wöllersdorf holt in Piesting spät ein 2:2 – „Uns hat 70 Minuten die Energie gefehlt“

SC Piesting
ATSV Wöllersdorf

In der 2. Klasse Steinfeld nahm der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl beim SC Piesting nach 0:2-Rückstand noch einen Punkt mit: 2:2. Nach einer torlosen ersten Hälfte legte Piesting nach der Pause zweimal vor, ehe die Gäste in der Schlussphase zulegten und durch Michal Ulrich und Kristian Amrich spät ausglichen. Wöllersdorf-Coach Thomas Schönleitner ordnete nüchtern ein: „Piesting war lange giftiger – uns hat 70 Minuten die Energie gefehlt. Am Ende sind wir glücklich über den Punkt.“

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Piesting lange vorne, Wöllersdorf antwortet spät: Ulrich und Amrich retten das Remis

Die erste Halbzeit blieb torlos, zur Pause stand es 0:0. Aus Wöllersdorfer Sicht war das keineswegs selbstverständlich. „Wir haben in der ersten Halbzeit Glück gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Unser Torwart hat uns mit mehreren sehr guten Paraden im Spiel gehalten“, sagte Thomas Schönleitner. Direkt nach Wiederanpfiff schlug Piesting zu: Seydi Kurt stellte in Minute 46 auf 1:0. Wöllersdorf fand weiter nicht in die Spur und bekam in der 69. Minute das 2:0 durch Sedat Kurt. „Piesting hatte bis dahin verdient in der Höhe geführt“, so der Trainer. Erst ab etwa der 70. Minute kam Wöllersdorf besser ins Spiel. Michal Ulrich brachte Wöllersdorf in der 85. Minute zurück (2:1), ehe in der Nachspielzeit Kristian Amrich zum 2:2 traf (90.+3) – der späte Lohn für den Schlussspurt.

„Matchplan nicht durchgezogen“ – Schönleitner sieht fehlende Energie und lobt den Gegner

Schönleitners Analyse fiel klar aus. „Piesting war die ersten siebzig Minuten die giftigere Mannschaft. Sie waren griffiger, aggressiver, hatten mehr Chancen. Wir haben unseren Matchplan nicht durchgezogen.“ Verletzungsbedingte Wechsel bremsten zusätzlich: „Wir mussten bis zur 70. Minute zweimal tauschen.“ Gleichzeitig sparte der Coach nicht mit Anerkennung für die Heimelf: „Der Gegner hat sehr kompakt verteidigt und im Umschalten immer wieder Tiefe gesucht – das haben sie gut gemacht.“ Auch nach dem 2:1 ließ Piesting Möglichkeiten liegen: „Sie hatten die Chance aufs 3:1 und machen es nicht.“ Der Knackpunkt aus Wöllersdorfer Sicht lag in der eigenen Haltung: „Uns hat die Leidenschaft und der klare Wille gefehlt – so wie in den letzten zwanzig Minuten müssen wir von Beginn an auftreten.“

Strittiges Abseits, fairer Ton – Dank an Ultras und Blick aufs letzte Heimspiel

Für Gesprächsstoff sorgte eine Abseitsentscheidung vor einem möglichen späten Ausgleich. „Wir machen das 2:2, es zählt nicht wegen Abseits. Es waren zwei, drei Meter kein Abseits“, meinte Schönleitner. Dennoch hielt er fest: „Der Schiedsrichter hat das insgesamt gut gemacht. Alleine ist Abseits in der zweiten Klasse sehr schwierig. Ich habe Gelb wegen Kritik bekommen – das war Emotion. Nach dem Spiel haben wir es ausgeredet.“

Emotional war auch der Dank an die eigenen Fans. „Ich möchte mich ehrlich bei unseren Nachwuchs-Ultras bedanken. Die machen Choreos in ihrer Freizeit, supporten uns Woche für Woche. Den Punkt widme ich ihnen.“ Sportlich geht der Blick sofort weiter: „Wir gehen in die Videoanalyse, arbeiten an Intensität und Matchplan. Nächste Woche ist unser letztes Heimspiel – mein letztes als Trainer. Da wollen wir mit genau dieser Energie auftreten.“

2. Klasse Steinfeld: Piesting : Wöllersdorf - 2:2 (0:0)

  • 93
    Kristian Amrich 2:2
  • 85
    Michal Ulrich 2:1
  • 69
    Sedat Kurt 2:0
  • 46
    Seydi Kurt 1:0