In der 2. Klasse Thayatal legte der TSV Irnfritz den Grundstein für ein torreiches 6:3 gegen den USV Brunn/Wild mit einem frühen Führungstor, geriet aber rasch in Rückstand. Ein direkter Freistoß vor der Pause brachte das 2:2 und gab den Ton für eine aktivere zweite Hälfte an. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gastgeber ihre Chancen konsequent und entschieden die Partie, während Brunn/Wild zwischenzeitlich noch einmal herankam.

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Irnfritz erwischte den perfekten Start: Nach zwei Minuten stellte Christian Arthaber auf 1:0. Doch Brunn/Wild hatte sofort die Antwort parat. David Brtnicky glich in Minute drei aus und drehte die Partie nach elf Minuten auf 1:2. Die Gastgeber brauchten einen Moment, um sich zu sammeln, fanden dann aber zurück. In Minute 23 traf Vojtech Preucil per direktem Freistoß zum 2:2 – eine Szene, die Trainer Peter Bauer als Wendepunkt sah. „Wir sind gut reingekommen und haben nach zwei Minuten das 1:0 geschossen. Dann haben wir durch individuelle Fehler die Führung aus der Hand gegeben. Gott sei Dank haben wir vor der Pause durch einen direkten Freistoß das 2:2 gemacht“, sagte Bauer. Zur Halbzeit stand es 2:2, ein Ergebnis, das der Heimmannschaft sichtlich Auftrieb gab.
Nach dem Seitenwechsel trat Irnfritz energischer auf und zog das Tempo an. Wieder war es Arthaber, der in Minute 61 zur Stelle war und das 3:2 besorgte. Die Hausherren blieben am Drücker, Preucil legte in der 70. Minute das 4:2 nach. Brunn/Wild gab sich aber nicht geschlagen: Brtnicky verkürzte nur drei Minuten später mit seinem dritten Treffer auf 4:3 und brachte wieder Spannung ins Spiel. Irnfritz ließ sich davon nicht mehr aus der Bahn werfen. Spät fielen die Entscheidungen: Lukas Speneder stellte in Minute 82 auf 5:3, Lukas Pöhn setzte in der 87. Minute den Deckel zum 6:3 drauf. „In der zweiten Hälfte waren wir aktiver, haben mehr Laufbereitschaft gezeigt und schneller gespielt – so sind die weiteren Tore gefallen“, erklärte Bauer.
Aus Sicht des Irnfritz-Trainers prägten ruhende Bälle den Abend. „Die Standardsituationen waren sehr gefährlich“, betonte Peter Bauer und hob damit die große Waffe seiner Mannschaft hervor. Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: „Aus dem Spiel heraus haben wir uns schwergetan, haben viele Fehler gemacht. Das war kein optimales Spiel von uns.“ Auch den Gegner würdigte er: „Brunn/Wild war sehr bemüht und hat mit seinen Mitteln wahrscheinlich das Maximum rausgeholt. Wir haben es ihnen bei den Gegentoren aber zu einfach gemacht.“ Unterm Strich blieb für ihn entscheidend: „Durch die Vielzahl an Chancen war es am Ende ein verdienter Sieg für uns.“
Mit dem deutlichen Heimerfolg in Runde 29 untermauert Irnfritz seine starke Saison. Laut aktueller Tabelle steht der TSV mit 59 Punkten auf Rang 3 und bleibt damit im vorderen Drittel bestens platziert. USV Brunn/Wild hält nach 29 Spielen bei 10 Zählern und rangiert auf Platz 15. Für Irnfritz war neben der Effizienz nach der Pause vor allem der Ausgleich vor dem Wechsel das Signal zum Umschalten. „Der wichtigste Moment war das 2:2 vor der Pause. Ohne das Tor weiß ich nicht, ob wir mit so viel Schwung rausgekommen wären“, sagte Bauer. Mit dieser Mischung aus Standardstärke und besserer Aktivität nach der Pause will der TSV die letzten Aufgaben ebenso konsequent angehen.