In der 2. Klasse Wachau/Donau setzte sich der SC Hadersdorf nach wilder Achterbahnfahrt mit 6:3 beim SV Neuaigen durch. Nach einem Fehlstart und zwei frühen Gegentreffern kämpften sich die Gäste noch vor der Pause zurück, kassierten kurz nach Wiederbeginn erneut einen Rückschlag, glichen abermals aus und legten dann binnen weniger Minuten die Basis für den Auswärtssieg. Sektionsleiter Marco Flicker sprach von harter Arbeit und viel Moral – Hadersdorf holte zweimal ein Minus weg und gewann am Ende deutlich. Für Neuaigen blieb trotz starker Anfangsphase nichts Zählbares.

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Neuaigen startete gnadenlos effizient in die Partie. Bereits in Minute 8 stellte Stjepan Lovric auf 1:0, nach 17 Minuten erhöhte Marsel Varivoda auf 2:0. Hadersdorf wankte, fiel aber nicht – die Gäste suchten Ruhe im Passspiel und kamen mit dem Anschlusstreffer zurück ins Match. In der 24. Minute traf David Schrabauer zum 2:1, kurz vor dem Pausenpfiff setzte Patrick Neugebauer den so wichtigen Ausgleich zum 2:2 (40.). Damit war die Ausgangslage wieder offen. Der zweite Durchgang begann allerdings erneut mit einem Nackenschlag: Varivoda brachte Neuaigen in der 47. Minute wieder 3:2 in Front. Doch Hadersdorf blieb stabil, ließ sich vom erneuten Rückstand nicht aus der Bahn werfen und suchte konsequent den Weg nach vorne.
Genau hier setzte Hadersdorf an. Matthias Poschenreithner stellte in Minute 53 auf 3:3 und legte den Grundstein für die Wende. Was danach folgte, passte zu Flickers Einordnung. „Wir haben einen sehr schlechten Start erwischt, lagen nach gut zwanzig Minuten 0:2 hinten“, schilderte der Sektionsleiter. „Wir haben uns zurückgearbeitet, noch vor der Halbzeit ausgeglichen und nach dem erneuten 2:3 wieder Moral gezeigt. Wir haben zweimal einen Rückstand aufgeholt und die Partie am Ende souverän gewonnen.“ Den Schlüsselmoment benannte er klar: „Der Ausgleich zum 3:3 war entscheidend, und dass wir dann drangeblieben sind.“ Zum Gegner hatte er Respekt parat: „Neuaigen war unangenehm, wir haben die Gegentore durch Konter bekommen. Man hat gesehen, dass sie gute Individualspieler haben – ein harter Brocken.“ Zum Auftreten seiner Elf sagte er: „Kampfgeist und Wille waren heute top.“ Diskussionen blieben aus: „Es gab keine strittigen Situationen, es war eine gut geführte Partie.“
Der Ausgleich setzte sichtbar Energie frei: In Minute 65 brachte Patrick Koppensteiner die Gäste erstmals in Führung, nur vier Minuten später erhöhte Fabian Palk auf 5:3 (69.). Den Deckel drauf machte schließlich erneut David Schrabauer mit dem 6:3 in der 74. Minute. Damit stand ein klarer Auswärtssieg, der hart erarbeitet war. Extra Schub kam von der Tribüne. „Es waren sehr viele Fans von uns mit, die Unterstützung war toll und gibt der Mannschaft viel Kraft. Das war sicher auch wichtig“, betonte Flicker. In der Tabelle hält Hadersdorf mit 48 Punkten Rang drei und bleibt im Spitzenfeld. Der Blick geht nach vorne: „Wir freuen uns, dass wir uns mit der tollen Rückrunde das wichtige Spiel am Samstag gegen den ESV Krems erarbeitet haben. Wir sind motiviert, das zu Ende zu bringen.“