Der SC Traismauer hat in der 2. Klasse Wachau/Donau den SK Tulbing mit 3:0 besiegt. Nach einem ausgeglichenen Beginn ging Traismauer vor der Pause in Führung und legte nach dem Seitenwechsel konsequent nach. Trainer Sebastian Wandl sprach von einem verdienten Heimsieg und hob den Charakter seiner Mannschaft hervor. Für ihn war vor allem der unbedingte Wille entscheidend, gepaart mit starkem Pressing und viel Laufarbeit – Tulbing fand nach dem Wechsel kaum mehr Antworten.

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Aus Traismauers Sicht startete die Partie offen. „Zu Beginn war die Partie sehr ausgeglichen. Tulbing hat es nicht schlecht gemacht und uns mit der Taktik überrascht, aber wir hatten das Spiel unter Kontrolle“, erklärte Sebastian Wandl. In Minute 31 fiel der Dosenöffner: Nicolos Dzjalaganija traf zum 1:0, zur Halbzeit stand es 1:0. „Entscheidend war heute das 1:0, ein unglaubliches Tor – fast Champions-League-reif“, sagte der Coach. Nach der Pause setzten die Hausherren nach. „Ab der zweiten Halbzeit waren nur noch wir spielbestimmend, sie hatten außer Standardsituationen keine Möglichkeit mehr“, so Wandl. Dzjalaganija legte in der 68. Minute das 2:0 nach, ehe Rupert Fischer in der 86. Minute den 3:0-Endstand herstellte.
Wandl ordnete den Sieg vor allem über die Arbeit gegen den Ball: „Super funktioniert hat unser Teampressing, das Spiel gegen den Ball. Wir haben dem Gegner keinen Platz gelassen und waren in jeder Situation Herr der Lage.“ Auch die äußeren Bedingungen spielten zu Beginn mit hinein. „Wir hatten es am Anfang mit der Temperatur schwer, aber wir haben das gut auf unsere Seite umgemünzt, nicht nachgelassen und waren einen Schritt voraus.“ Zum Gegner lieferte der Trainer eine klare Analyse: „Tulbing hat uns beim Abstoß vorne zugestellt, ansonsten fallen lassen und gelauert. Sie haben das Zentrum zugemacht, sodass wir öfter lang oder über außen spielen mussten.“ Seine Mannschaft fand dennoch Lösungen: „Die Burschen nehmen meine Vorgaben gut an. Auch aus scheinbar ausweglosen Situationen haben wir wieder Wege gefunden – das war eine unglaubliche Teamleistung.“
Wandl nahm sich Zeit für Lob in mehrere Richtungen. Zuerst für das Gespann: „Der Schiedsrichter ist in dieser Klasse alleine, das ist nicht leicht. Er hat seine Sache gut gemacht, das Spiel zu jeder Zeit im Griff gehabt – tadellose Leistung.“ Dann für die Ränge: „Diese Fanbase ist unglaublich. Mit Trommeln, Gesängen und Zurufen über 90 Minuten – das sucht seinesgleichen. Das wollen wir zurückzahlen.“ Gefragt nach dem Unterschied an diesem Tag, wurde der Trainer deutlich: „Entscheidend war der Wille. Wir wollten den fünften Sieg im fünften Spiel.“ Er blickt optimistisch nach vorne: „Die Mannschaft entwickelt sich Woche für Woche, seit dem Herbst haben wir große Schritte gemacht. Diesen Schwung nehmen wir ins nächste Jahr mit. Wir wollen höhere Ziele, schauen auf die Transfers und greifen wieder voll an.“ Zum Schluss bedankte sich Wandl intern: „Mein Co-Trainer Mustafa Yozgat und meine Unterstützer Martin Ratheyser und Stefan Kerzig sind eine enorme Stütze – sportlich und menschlich.“