Zum Abschluss der Saison in der 2. Klasse Wachau/Donau lieferten sich der SC Hadersdorf und der USV St. Andrä-Wördern ein wildes 13-Tore-Spiel. Nach frühen Führungswechseln, einem scheinbar klaren Vorsprung und einer furiosen Aufholjagd der Hausherren setzten sich am Ende die Gäste mit 7:6 durch. USV-Trainer Faiz Bedzeti sprach von einem verdienten Sieg, der auf Willen und sauberem Kombinationsspiel beruhte: „Der Kampfwille war einfach da. Wir wollten die Saison mit drei Punkten abschließen – und das hat man gesehen.“

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Der Nachmittag begann mit einem Paukenschlag der Hausherren: Matthias Poschenreithner brachte Hadersdorf in Minute 13 mit 1:0 in Front. Doch St. Andrä-Wördern antwortete sofort. Nur zwei Minuten später stellte Deniz Erdogan auf 1:1, Dielli Ahmeti drehte die Partie in der 26. Minute auf 1:2, ehe Erdogan vor der Pause noch das 1:3 nachlegte. Der Poschenreithner-Doppelpack zum 2:3 unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff hielt Hadersdorf im Spiel, zur Pause war alles wieder offen – zumindest gefühlt.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste gnadenlos nach. Ahmeti traf unmittelbar nach Wiederbeginn zum 2:4, Ivan Stojanovic erhöhte auf 2:5, und als Alexander Skrabal in Minute 58 das 2:6 markierte, schien die Sache entschieden. Doch Hadersdorf weigerte sich aufzugeben: Poschenreithner schnürte mit dem 3:6 (64.) seinen Dreierpack, David Schrabauer (73.) sowie Armin Schneider (80.) brachten die Gastgeber bis auf ein Tor heran, und Rene Popp wuchtete in Minute 84 tatsächlich den Ausgleich zum 6:6 über die Linie. In der Schlussphase lag wieder alles in der Luft – bis Skrabal in der 86. Minute eiskalt zuschlug und St. Andrä-Wördern mit dem 6:7 den Auswärtssieg sicherte.
Faiz Bedzeti ordnete den verrückten Nachmittag mit ruhiger Stimme ein – und fand klare Gründe für den Dreier. „Der Kampfwille der Mannschaft war einfach da. Der Einsatz hat gestimmt“, sagte der USV-Coach. „Wir wollten wirklich die Saison mit drei Punkten abschließen, und das hat man auch gesehen.“ Aus seiner Sicht passte der Zugriff von Anfang an. „Wir hatten einen guten Start in der ersten Halbzeit und auch in der zweiten Halbzeit“, betonte Bedzeti – die schnelle Antwort auf den frühen Rückstand und die drei Treffer kurz nach der Pause untermauern diese Lesart eindrucksvoll.
Besonders zufrieden war Bedzeti mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft Fußball spielte. „Das Kombinationsspiel war sehr, sehr stark von uns. Wir haben den Ball viel laufen lassen und damit auch den Gegner laufen lassen“, erklärte er. Aus diesen Ballstafetten seien die Treffer „herausgespielt“ gewesen – eine Aussage, die zu den Torschützen passt: Erdogan und Ahmeti trafen jeweils doppelt, Stojanovic legte nach, und Skrabal schnürte nicht nur seinen Doppelpack, sondern besorgte auch den späten Siegtreffer. „Wir haben uns lange nicht belohnt – und am Ende doch die richtige Antwort gefunden“, sagte Bedzeti zur wilden Schlussphase.
Dass die Partie bis zum Schlusspfiff offen blieb, betonte der Trainer ausdrücklich. „Im Großen und Ganzen war es ein offenes Spiel mit einem Hin und Her“, sagte Bedzeti. Bei allem Spektakel war für ihn das Ergebnis am Ende folgerichtig: „Man muss ehrlich sein, die drei Punkte waren verdient.“ Der Jubel über den Auswärtssieg überwog dennoch deutlich.
Sportlich lässt sich der Abend klar lesen: St. Andrä-Wördern legte nach der Pause zu, nutzte seine Phasen eiskalt und rettete nach Hadersdorfs grandioser Aufholjagd die Nerven, um noch einmal zuzuschlagen. Poschenreithner mit einem Dreierpack auf der einen Seite sowie Erdogan, Ahmeti, Stojanovic und Matchwinner Skrabal auf der anderen prägten das Torspektakel. Für Bedzeti und sein Team ist es genau der Abschluss, den sie sich vorgenommen hatten: „Wir wollten mit drei Punkten rausgehen.“ Mit dem 7:6 in der Tasche können die Grün-Weißen den Sommer mit einem Lächeln angehen.