In der 2. Klasse Weinviertel trennte sich der FC Wilfersdorf vom USC Eibesthal mit 2:2. Nach dem 1:0 zur Pause und dem schnellen 2:0 kurz nach Wiederbeginn brachte Wilfersdorf die Führung nicht ins Ziel. Trainer Roman Lanscha sprach von fehlender Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und einem Abend, an dem eher Kampf als Glanz gefragt war. Eibesthal nutzte seine Momente spät und holte sich den Punkt. Bei den Hausherren bleibt das Gefühl, zwei Zähler liegen gelassen zu haben.

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Wilfersdorf erwischte den besseren Beginn und ging nach einer halben Stunde durch Martin Fuxa mit 1:0 in Führung (30.). Mit diesem Vorsprung ging es in die Kabinen, und gleich nach dem Seitenwechsel legte wieder Fuxa zum 2:0 nach (47.). In dieser Phase boten sich Kontermöglichkeiten en masse, doch der Deckel wollte nicht drauf. „Wir sind drei, viermal allein vor dem Tormann gestanden und sind am Tormann gescheitert oder haben nicht einmal das Tor getroffen. Da müssen wir kaltschnäuziger werden“, ärgerte sich Roman Lanscha. Die Quittung folgte: Ondrej Konecny verkürzte in der 58. Minute auf 2:1, und Andreas Mock traf in Minute 84 sehenswert zum 2:2-Endstand. Aus einer komfortablen Lage wurde so eine Punkteteilung.
Aus Trainersicht war es kein Abend der feinen Klinge. „Es war spielerisch keine sehr hochklassige Partie“, sagte Lanscha offen. „Es war von Anfang an eine Partie, in der es mehr um Kampf und Leidenschaft ging.“ Sein Team habe zwar mehr Akzente gesetzt, „weil wir spielerisch die bessere Mannschaft sind, aber es war trotzdem nicht das Gelbe vom Ei.“ Auch die eigenen Umschaltmomente reichten nicht, wie er betonte: „Wir haben teilweise die Konter gut ausgespielt, Überzahlsituationen kreiert, aber vor dem Tormann hat der ordentliche Abschluss gefehlt.“ Für den Gegner fand er anerkennende Worte – und ordnete deren Auftritt auch ein: „Für Eibesthal war es das letzte Match in der 2. Klasse, dementsprechend haben sie mit superviel Leidenschaft und Herz gespielt und sich den Punkt vielleicht sogar verdient erarbeitet.“ Zur Leistung des Unparteiischen meinte er nur kurz: „Schiedsrichter fand ich ganz okay.“
Nach dem Schlusspfiff stand in Wilfersdorf auch Abschied an. „Ich bedanke mich bei fünf Spielern, die uns im Sommer verlassen“, erklärte Lanscha und nannte zuerst zwei langjährige Stützen: „Allen voran bei Bucher Christoph und bei Jiri Unger. Jiri war sieben Jahre bei uns, Bucher Christoph sein Leben lang, ich finde gar nicht die richtigen Worte, um das anzuerkennen.“ Dazu verabschiedeten die Wilfersdorfer weitere Leistungsträger: „Auch Marcel Krajicek, Stürmer Martin Fuxa und Flügelspieler Yassin Abu-el Hosna verlassen uns.“
In seiner Saisonbilanz blieb der Coach ehrlich: „Wir haben einen fantastischen Herbst gespielt, waren zu Recht im Titelrennen, aber im Frühjahr hatten wir von Beginn weg den Hund drinnen. Viele Verletzte, zeitweise sechs Stammspieler. Das kannst du in der 2. Klasse irgendwann nicht mehr auffangen.“ Auch intern habe man richtig reagiert: „Die Trainingseinheiten und die Gespräche nach Niederlagen waren sehr reflektiert und sehr gut.“ Den Ausblick formulierte er klar: „Wir freuen uns auf die kurze Pause und gehen mit vollem Tatendrang in die Planung. Wir wollen wieder angreifen und an den starken Herbst anknüpfen.“