In der 2. Klasse Weinviertel lieferte die SG Schrattenberg/Drasenhofen dem USC Wetzelsdorf zum Saisonabschluss ein wildes Finish, am Ende stand ein 2:3. Nach einem 0:2 zur Pause und dem 0:3 nach gut einer Stunde kam die SG spät auf 1:3 und 2:3 heran und schnupperte sogar am Ausgleich. Trainer Helmut Janecek ordnete klar ein: „Die zwei Tore vor der Pause waren der Knackpunkt“, und sprach insgesamt von einem verdienten Auswärtssieg der Gäste.

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Die Hausherren erwischten den besseren Start, doch je länger die erste Hälfte dauerte, desto mehr übernahm Wetzelsdorf das Kommando. In Minute 41 stellte Jaroslav Hromek auf 0:1. Janecek erklärte die Szene selbstkritisch: „In der Rückwärtsbewegung war es ein Stellungsfehler. Wir wollen den Ball klären und spielen ihn dem Gegner in die Beine.“ Kurz darauf der nächste Nackenschlag: In der 45. Minute erhöhte Stefan Kemminger auf 0:2. „Ebenfalls in der Rückwärtsbewegung waren wir nicht schnell genug, dann kam ein Querpass vor unser Tor – 0:2, und das war’s im Prinzip schon“, so der SG-Coach. Seine Zusammenfassung zur Pause war deutlich: „Ein Doppelschlag vor der Pause, das Spiel war eigentlich schon erledigt.“
Nach dem Seitenwechsel fand die SG zunächst besser hinein, doch der nächste Rückschlag folgte in Minute 68, als Jonas Nagl zum 0:3 traf. Janecek schilderte das 0:3 als vermeidbar: „Ein Rückpass zu unserem Tormann, der will wegschlagen, schießt aber den Gegner an – damit ist es 0:3 gestanden.“ Erst danach kam Leben in die Schlussphase der Gastgeber. Manuel Yendi stellte in der 90. Minute auf 1:3, und in der Nachspielzeit legte Marek Svetlik das 2:3 (90.+3) nach. „Dann ist es noch mal richtig spannend geworden. In der 95. Minute haben wir noch einen Freistoß gehabt – es hätte sogar 3:3 ausgehen können“, sagte Janecek, schob aber nach: „Das wäre ein glücklicher Punkt gewesen, eigentlich unverdient.“
In seiner Analyse sparte der Trainer nicht mit klaren Worten. Auf die Frage nach dem Knackpunkt kam ohne Zögern: „Die zwei Tore vor der Pause, kurz hintereinander.“ Woran es seiner Mannschaft an diesem Tag vor allem mangelte, formulierte er ebenso deutlich: „Die Laufbereitschaft war nicht vorhanden.“ Den Gegner sah er als reifer und zielstrebiger: „Wetzelsdorf war uns läuferisch und spielerisch überlegen. Sie wollten den Sieg.“ Diskussionen über den Unparteiischen blieben aus, wie Janecek betonte: „Es hat nichts Strittiges gegeben.“ In der Abschlusstabelle stehen die Wetzelsdorfer mit 52 Punkten auf Rang drei, Schrattenberg/Drasenhofen beendet die Saison mit 34 Zählern als Neunter. Der Coach blickte entsprechend nüchtern nach vorne: „Zum Glück ist jetzt Sommerpause.“