Der 1. SVg. Wiener Neudorf packte in der 11. Runde der 2. Landesliga Ost wieder sein Kämpferherz aus - zu einem Punktgewinn hat es erneut nicht gereicht: Das Team von Peter Obritzberger musste sich im Heimspiel gegen den ASK Bruck/Leitha mit 0:1 geschlagen geben. Das spielentscheidende Tor fiel kurz nach der Pause. Bruck bleibt dadurch Zweiter, Wiener Neudorf Vorletzter.
Die Gäste kamen mit einem blauen Auge davon, konnten sich bei ihrem Goalie bedanken. Dies sahen auch beide Coaches so: "Ohne Dalibor Grujic hätten wir diese Partie wohl verloren", räumte Gäste-Trainer Günter Gabriel ein. Heim-Coach Peter Obritzberger ergänzte: "Dalibor hat heute einmal mehr bewiesen, dass er der beste Keeper in dieser Liga ist."
Grujic zeichnete sich im Laufe der 90 Minuten mehrfach aus. Zum Beispiel in der 15. Minute, als er einen von Michael Chvala gegen die Laufrichtung angetragenen Volley spektakulär unschädlich machte. Oder wenig später einen Kopfball von Knaller entschärfte. "Ich trauerre heute den drei Punkten nach. Wir waren über 90 Minuten besser, am Ende setzte sich die Routine des Gegners durch", musste Obritzberger eingestehen.
Eine Solo-Chance der Gäste durch Grlic entschärfte Keeper Portugaller, 20 Sekunden nach Wiederbeginn schlug es im Tor der Heimischen ein. Bruck hatte mit einem Freistoß-Trick Erfolg, Vedran Jerkovic schoss durch die Beine von Portugaller zum 0:1 ein. Mauer erzielte in der 78. Minute das vermeintliche 0:2 - der Treffer wurde jedoch wegen eines Foulspiels aberkannt.
Dass die Gäste in Hälfte zwei nicht ausglichen, hatten sie auch sich selbst zuzuschreiben: Chvala versuchte es, anstatt für den völlig frei stehenden Knaller aufzuspielen selbst, scheiterte an Grujic. Raisinger zeigte bei zwei Abschlüssen zu wenig Entschlossenheit. In der 92. Minute ging Portugaller mit nach vorne, sein Bodenauf-Kopfball nach Flanke von Babel wurde von Jerkovic auf der Linie geklärt.
"Unser Spiel war eine Katastrophe, bis auf Grujic, Jerkovic, Mauer, Grlic und Santner waren alle anderen Total-Ausfälle. Wir tun uns offenbar gegen vermeintlich Schwächere schwerer", atmete Gabriel am Ende auch etwas auf.