In der 28. Runde der 2. Landesliga Ost holte der ASK Mannersdorf gegen den SC Katzelsdorf ein 1:1. Nach einer torlosen ersten Hälfte traf Yusuf Onur in Minute 65 zum 0:1, in der 88. Minute stellte Felix Langbrucker vom Punkt auf 1:1. Aus Mannersdorfer Sicht blieb vor allem das Führungstor Gesprächsthema. Der späte Punkt ist im Abstiegskampf wichtig, aber er ersetzt nicht den erhofften Heimsieg – das betonte Obmann Johannes Horvath deutlich.

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
Über weite Strecken war es ein Spiel, in dem sich beide Teams nichts schenkten. „Das Spiel war ziemlich ausgeglichen, körperlich sehr intensiv geführt“, beschrieb ASK-Obmann Johannes Horvath den Charakter der Partie. Bitter für die Hausherren: In der 28. Minute musste Tormann Nadi Zamani mit einer Knieverletzung raus. „Ersatztorhüter Patrick 'Fitchey' Novotny hat die Sache super gemacht und hatte am Treffer keine Schuld“, stellte Horvath klar. Nach der Pause nutzte Katzelsdorf eine ihrer Möglichkeiten: In Minute 65 traf Yusuf Onur zum 0:1. Genau dieser Treffer sorgte auf Mannersdorfer Seite für reichlich Ärger. „Der Linienrichter hatte die Fahne oben, unsere Spieler sind stehen geblieben, der Schiedsrichter ließ weiterlaufen – so ist das 0:1 passiert“, sagte Horvath. Mannersdorf warf danach noch einmal alles rein und kam spät zurück. „Am Ende haben wir trotz allen Bemühungen nur noch per Elfmeter den Ausgleich erzielt“, so Horvath – Felix Langbrucker traf in der 88. Minute zum 1:1. In den verbleibenden fünf, sechs Minuten drückten die Gastgeber noch einmal, doch der erhoffte Siegestreffer blieb aus.
In den Zweikämpfen ging es zur Sache. „Katzelsdorf war kein schlechter Gegner und steht nicht umsonst vor uns, hat aber ziemlich aggressiv gespielt“, meinte Horvath. Aus seiner Sicht ließ der Unparteiische in dieser Hinsicht zu viel laufen: „Da ist vom Schiedsrichter ziemlich viel durchgegangen.“ Zu den sportlichen Nackenschlägen zählte für Mannersdorf auch ein Ausfall in der zweiten Hälfte: „Romeo Lazarevic ist durch ein schweres Foul der Gegner ebenfalls ausgeschieden – das Spiel hat seine Opfer gefordert.“ Für zusätzlichen Zündstoff sorgte eine persönliche Strafe: „Es gab die gelb-rote Karte für Kapitän Marco Fuchs. Dem ist ein Leiberlziehen vorausgegangen, das der Schiedsrichter nicht geahndet hat. In der Emotion kam es dann zu einer Reaktion, die nicht passieren dürfte, aber irgendwo verständlich ist - gerade bei einem Spieler wie Fuchsi, der sich mit Händen und Füßen gegen den Abstieg wehrt!“, erklärte Horvath. Sein Gesamturteil fiel hart aus: „Insgesamt war die Schiedsrichterleistung eine Katastrophe.“
Sportlich sah der Obmann durchaus gute Ansätze. „Der Auftritt war solide. In den letzten Wochen haben wir sicher besser gespielt als diesmal, aber trotzdem hätte sich die Mannschaft drei Punkte verdient“, betonte Horvath. Warum es nicht zum Sieg reichte, führte er klar aus: „Wir hatten nicht so viele Torchancen wie in den letzten Spielen.“ Gleichzeitig spürte er, wie sehr die Mannschaft an den Sieg glaubte: „Wir waren vielleicht eine Spur näher dran, weil wir’s mehr gewollt und auch mehr gebraucht haben.“ In der Tabelle steht Mannersdorf nach 28 Runden mit 17 Punkten auf Rang 15, Katzelsdorf ist Siebter und hält bei 42 Zählern – der Punkt hilft, aber er ist kein Befreiungsschlag. Die Fans honorierten den Einsatz: „Die Mannschaft hat bis zur letzten Minute gekämpft und war um nichts schlechter als der Gegner“, so Horvath. Der Blick geht nach vorn: „Wichtig wird sein, dass wir nächste Woche gegen Vösendorf das direkte Duell gegen den Abstieg gewinnen. Dann wird man sehen, wo man den ASK Mannersdorf in der nächsten Saison sieht.“