Spielberichte

Katzelsdorf gibt 2:0 aus der Hand: „Das 2:1 war der Knackpunkt“

FC Klosterneuburg
SC Katzelsdorf

In der 2. Landesliga Ost drehte der FC Klosterneuburg zum Saisonfinish ein wildes Spiel gegen den SC Katzelsdorf und siegte 5:3. Die Gäste führten früh 2:0, ehe zwei schnelle Gegentreffer alles kippten. Katzelsdorfs sportlicher Leiter Patrick Kadletz sagte hinterher klar: „Das 2:1 war der Knackpunkt.“ Klosterneuburg legte noch vor der Pause nach, erhöhte nach Wiederbeginn und brachte den Vorsprung trotz später Unterzahl über die Zeit.

Torhüter legt sich Ball für Abstoß zurecht

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Blitzstart der Gäste, dann der Bruch binnen Minuten

Katzelsdorf erwischte einen Traumstart: Schon in Minute 1 stellte Lukas Aigner auf 0:1, nach acht Minuten legte Bernhard Fucik zum 0:2 nach. „Die ersten zwanzig Minuten waren sehr gut für uns“, hielt Patrick Kadletz fest. Doch genau um diese Marke begann das Spiel zu kippen. In der 20. Minute verkürzte Emre Isik auf 1:2, nur eine Minute später traf Leopold Vogel zum 2:2. Kadletz ordnete die Phase deutlich ein: „Ausschlaggebend war nach dem 2:0 das 2:1 – ein Pass ins Zentrum, der nicht passieren darf. Wir waren da auch kurz in Unterzahl, weil ein Spieler verletzt draußen war.“ Der schnelle Ausgleich tat doppelt weh: „Das 2:2 kam gleich danach innerhalb von zwei Minuten durch einen katastrophalen Eigenfehler wie schon sehr oft in der Saison.“ Aus der stabilen 2:0-Führung wurde in kürzester Zeit ein wackliges Remis – die Partie nahm eine andere Richtung.

Klosterneuburg nutzt die Gunst der Stunde und zieht davon

Klosterneuburg blieb am Drücker und drehte das Spiel noch vor der Pause komplett. Michael Mayer stellte in der 26. Minute auf 3:2, Christian Hueber erhöhte in Minute 40 auf 4:2 – mit diesem Polster ging es in die Kabinen. „Wir haben dann nicht mehr zurück ins Spiel gefunden“, räumte Kadletz ein. Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren noch einmal nach: Konstantin Reiter traf in der 57. Minute zum 5:2. Katzelsdorf gab sich nicht auf, Bernhard Fucik verkürzte in Minute 63 auf 5:3. Später musste Klosterneuburg mit einem Mann weniger auskommen: Nikolas Schneilinger sah in der 78. Minute Rot. Am Ergebnis änderte das nichts mehr, denn die Heimelf brachte ihren Vorsprung ins Ziel – genau so, wie es Kadletz zusammenfasste: „Klosterneuburg hat das dann gut nutzen können.“

Späte Chance vom Punkt, ehrliche Worte und der Blick auf die Saison

Ganz geschlagen gab sich Katzelsdorf in der Endphase nicht. „In der Schlussphase waren wir noch einmal am Drücker, wir hatten nach dem 5:3 noch Möglichkeiten“, schilderte Kadletz. Der Anschluss wollte trotzdem nicht gelingen: „Wir waren näher am 5:4, aber wir haben den Ball leider nicht ins Tor gebracht.“ An Ausreden hatte der sportliche Leiter kein Interesse. Auf Nachfrage nach strittigen Szenen meinte er kurz und bündig: „Nein.“ Den Gegner lobte er fair: „Vorne waren sie sehr präsent, das wussten wir. Sie haben ihre Leistung abgerufen.“ Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht den Tag: Klosterneuburg schließt Runde 30 mit 52 Punkten auf Rang fünf ab, Katzelsdorf beendet die Saison mit 43 Zählern auf Platz acht. Aus Katzelsdorfer Sicht bleibt ein klarer Auftrag für die Sommerpause: Die starken ersten zwanzig Minuten sollen künftig länger halten – und die kurze, teure Schwächephase wie in Klosterneuburg gar nicht erst aufkommen.

2. Landesliga Ost: Klosterneuburg : Katzelsdorf - 5:3 (4:2)

  • 63
    Bernhard Fucik 5:3
  • 57
    Konstantin Reiter 5:2
  • 40
    Christian Hueber 4:2
  • 26
    Michael Mayer 3:2
  • 21
    Leopold Vogel 2:2
  • 20
    Emre Isik 1:2
  • 8
    Bernhard Fucik 0:2
  • 1
    Lukas Aigner 0:1