Spielberichte

"Uns haben Einsatz und Mut gefehlt" – Großweikersdorf/Wiesendorf kassiert gegen Würmla ein 0:5

Großweikersdorf/Wiesendorf
SV Würmla

In der 2. Landesliga West bekam die SG Großweikersdorf/Wiesendorf am Freitagabend die Klasse des SV Würmla deutlich zu spüren und verlor 0:5 (0:4). Nach 20 ausgeglichenen Minuten übernahmen die Gäste klar das Kommando, trafen noch vor der Pause dreimal durch Clemens Lippert und legten über Fabian Schreier nach. Co-Trainer Kevin-Robert Hornung sprach von fehlender Einsatzbereitschaft und zu wenig Mut nach vorne, lobte aber die Reaktion nach der Pause: „In Halbzeit zwei waren wir näher am Mann und hätten auch ein, zwei Tore machen können.“

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay

Würmla zieht das Spiel nach 20 Minuten an sich – Lipperts Dreierpack stellt früh die Weichen

Die ersten zwanzig Minuten beschrieb Kevin-Robert Hornung als völlig offen. „Die ersten zwanzig Minuten waren ziemlich ausgeglichen, beide Mannschaften haben sich neutralisiert“, sagte der Co-Trainer der SG. Ab der 20. Minute kippte die Partie jedoch deutlich in Richtung der Gäste: „Würmla war in allen Belangen klar stärker – im Zweikampf, vom Tempo her und in der Intensität – und hat verdient gewonnen.“ Das 0:1 in Minute 25 leitete die entscheidende Phase ein. Hornung erklärte: „Das erste Tor war sehr gut herausgespielt: Der Innenverteidiger spielt flach durch zwei Ketten, wir sind nicht nah genug am Mann, dann ein Chip in die Tiefe und der Stürmer läuft allein aufs Tor.“ Nur fünf Minuten später erhöhte Clemens Lippert auf 0:2, und bereits in der 32. Minute schnürte er seinen Dreierpack zum 0:3. Kurz vor der Pause sorgte Fabian Schreier mit dem 0:4 (44.) für eine klare Halbzeitführung für Würmla.

Eigenfehler, fehlende Einsatzbereitschaft und zu wenig Mut – Hornung ordnet die 0:5-Heimniederlage ein

Aus Sicht der Hausherren lag der Schlüssel zur Niederlage nicht nur in der Qualität des Gegners, sondern auch im eigenen Auftreten. „Ganz klar ist das Spiel an der Einsatzbereitschaft unserer Mannschaft verloren gegangen. Würmla hat das knallhart bestraft“, hielt Hornung fest. Die Gegentore rund um die halbe Stunde taten besonders weh: „Der Knackpunkt waren das 2:0 und 3:0 um die 30. Minute, die wir durch Eigenfehler hergeschenkt haben. Würmla hat das Umschalten eiskalt bestraft – Pass in die Tiefe, Stanglpass, Tor.“ Auch offensiv blieb die SG unter ihren Möglichkeiten. „Uns hat der Mut nach vorne gefehlt. Wir hatten teilweise viel Ballbesitz, aber nicht in den gefährlichen Zonen“, sagte Hornung. Den Gegner sah er stark besetzt und mit klarem Plan: „Würmla ist eine sehr gute Mannschaft, vor allem im Umschalten, mit der Geschwindigkeit vorne – mit Markus Schnopp, mit Clemens Lippert und mit Fabian Schreier. Dazu kommen Technik und Spielintelligenz.“

Verbesserte zweite Halbzeit, spätes 0:5 und der Blick nach Lilienfeld

Nach dem Seitenwechsel zeigte die SG Großweikersdorf/Wiesendorf Charakter und legte in Intensität und Zweikampfverhalten zu. „In der zweiten Halbzeit sind wir näher am Mann gewesen, haben Zweikämpfe gewonnen und die Intensität abgerufen, die wir für so ein Spiel brauchen“, betonte Hornung. Aus seiner Sicht lag sogar der Ehrentreffer in der Luft: „Da hätten wir sicher ein oder zwei Tore machen können.“ Zählbares sprang dennoch nicht heraus, stattdessen setzte Fabian Schreier in der 78. Minute mit dem 0:5 den Schlusspunkt. Zum Unparteiischen fand Hornung klare Worte: „Die Leistung des Schiedsrichterteams war voll okay, es gab für mich keine strittigen Szenen.“

In der Tabelle liegt Würmla nach 29 Runden bei 46 Punkten auf Rang vier, die SG hält bei 37 Zählern. Der Fokus richtet sich nun auf das Saisonfinale bei Lilienfeld. „Gegen Lilienfeld werden wir ein anderes Gesicht zeigen. Wir sprechen am Montag die Punkte an, trainieren das konsequent und wollen dort punkten“, kündigte Hornung an.

2. Landesliga West: Großw.dorf/Wiesendorf : Würmla - 0:5 (0:4)

  • 78
    Fabian Schreier 0:5
  • 44
    Fabian Schreier 0:4
  • 32
    Clemens Lippert 0:3
  • 30
    Clemens Lippert 0:2
  • 25
    Clemens Lippert 0:1