Spielberichte

"Die ersten 20 Minuten waren der Knackpunkt" – Hornung über das 2:4 seiner SG in Lilienfeld

SC Lilienfeld
Großweikersdorf/Wiesendorf

Zum Saisonausklang der 2. Landesliga West setzte sich der SC PREFA Lilienfeld gegen die SG Großweikersdorf/Wiesendorf mit 4:2 durch. Die Hausherren legten in der Anfangsviertelstunde den Grundstein und erhöhten direkt nach der Pause, ehe die SG mit zwei Treffern zurückkam. Co-Trainer Kevin-Robert Hornung sprach offen über den entscheidenden Abschnitt: "Die ersten 20 Minuten waren der Knackpunkt." Nach dem Seitenwechsel gefiel ihm die Reaktion seiner Mannschaft deutlich besser.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Verschlafene Anfangsphase kostet zu viel

Für die Gäste wurde es früh teuer. Nach acht Minuten stellte Kosovar Basholli auf 1:0, nur zwei Minuten später traf er erneut zum 2:0. In Minute 19 legte Yassin Elnour das 3:0 nach – der Pausenstand war damit früh hergestellt. Kevin-Robert Hornung fand klare Worte: "Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen. Vor allem in den ersten 15 bis 20 Minuten waren wir zu weit weg vom Mann und nicht aggressiv genug." Dazu kam ein Gegentor nach einem Standard, das ihn besonders ärgerte: "Beim zweiten Tor nach einem Eckball kommt der Lilienfelder Spieler völlig frei zum Abschluss, da ist keiner von uns dabei." Seine Elf verlor den Ball zu leicht, war im Umschalten anfällig – die Lilienfelder nutzten diese Phase und zogen davon.

Reaktion nach der Pause – aber der vierte Gegentreffer sitzt

Die SG kam wach aus der Kabine, fing sich jedoch gleich den nächsten Nackenschlag: In der 48. Minute traf Alvi Bazaliev zum 4:0. Wie Hornung schilderte, war dem Treffer ein Eigenfehler vorausgegangen: "Unser Tormann bekommt den Rückpass, schlägt den Ball in die Mitte, dann zieht der Lilienfelder Spieler, ich glaube aus rund 35 Metern, ab – und der Ball ist drin." Danach zeigte Großweikersdorf/Wiesendorf Gesicht. "Ab dem Zeitpunkt waren wir die bessere Mannschaft, aggressiver in den Zweikämpfen, näher am Mann", so Hornung. Vorne lief der Ball jetzt schneller: "Das Tempo und der Mut nach vorne waren sehr gut. Ein, zwei, drei Kontakte, schnell in die Tiefe – so sind wir zu Chancen gekommen. Die Präsenz am Platz hat gepasst." Der Lohn: Tobias Eggenfellner stellte in der 67. Minute auf 1:4, fünf Minuten später verkürzte David Aigner auf 2:4. Mehr lag trotz ordentlichem Druck nicht mehr drin.

Gegner, Schiedsrichter und der Blick nach Runde 30

Hornung ordnete die Leistung des Gegners sachlich ein: "Lilienfeld habe ich wie erwartet spielstark gesehen: wenige Kontakte, schnelles Passspiel, viele Spielverlagerungen." Auch zum Unparteiischen gab es keinerlei Beanstandungen: "Die Schiedsrichterleistung war vollkommen in Ordnung, da gibt es für mich nichts zu diskutieren." Seine Kernaussage zum Spiel blieb eindeutig: "Wenn wir in der ersten Halbzeit, speziell in den ersten 20 Minuten, so auftreten wie in der zweiten, verlieren wir die Partie nicht." Mit dem 4:2 beendet Lilienfeld die Saison bei 41 Punkten auf Rang 9, die SG Großweikersdorf/Wiesendorf schließt mit 37 Zählern als Zwölfter ab. Die Lehre aus diesem Finale: Die starke zweite Hälfte liefert Ansätze, am Start will man aber arbeiten – damit solche Spiele künftig nicht schon früh entschieden sind.

2. Landesliga West: Lilienfeld : Großw.dorf/Wiesendorf - 4:2 (3:0)

  • 72
    David Aigner 4:2
  • 67
    Tobias Eggenfellner 4:1
  • 48
    Alvi Bazaliev 4:0
  • 19
    Yassin Elnour 3:0
  • 10
    Kosovar Basholli 2:0
  • 8
    Kosovar Basholli 1:0