In der Gebietsliga Nord/Nordwest feierte SK Miet-Tech Clickmasters Wullersdorf gegen SC Ladendorf einen 1:0-Heimsieg, der erst in Minute 90+2 fixiert wurde. Matchwinner war Ali Diyar Alaca mit einem satten Abschluss. Vor der Pause hatten die Hausherren mehr vom Spiel, nach Seitenwechsel blieb es offen. Der späte Treffer brachte drei extrem wichtige Punkte im Abstiegskampf. Wullersdorf atmet kräftig auf, Ladendorf reist leer ab. Obmann Markus Semmelmeyer sah einen verdienten Lohn für viel Arbeit über neunzig Minuten.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Hausherren kamen hellwach raus und legten früh den Ton fest. „Wir sind von Anfang an gut ins Spiel gekommen und hatten in der ersten Hälfte ein spielerisches Übergewicht“, sagte Obmann Markus Semmelmeyer. Gerade im letzten Drittel fehlte zunächst die Konsequenz: „Wir waren schon im Sechzehner, haben dann aber quer gespielt, statt den Abschluss zu suchen.“ Ein Stangenschuss unterstrich das Übergewicht, zur Pause stand es trotzdem 0:0. Nach Wiederbeginn blieb es offener; Semmelmeyer sprach von einer ausgeglichenen Phase, in der auch Ladendorf einen Stangenschuss verbuchte. Als alles schon nach einer Punkteteilung aussah, schlug Wullersdorf zu: In Minute 90+2 versenkte Ali Diyar Alaca trocken zum 1:0. „Für uns das Goldtor, ein strammer Abschluss und ein sehr schönes Tor“, so der Obmann. Die letzten Augenblicke spielten die Gastgeber ruhig zu Ende.
Im Gespräch nach dem Abpfiff rückte Semmelmeyer den Charakter des Auftritts in den Mittelpunkt. „Wir wussten, wir brauchen unbedingt drei Punkte, weil wir im Abstiegskampf sind, und wir wollten sie zu Hause holen.“ Gerade dieser Wille habe den Unterschied gemacht. „Wir haben nicht aufgegeben und über neunzig Minuten Gas gegeben. Das spricht für die Mannschaft, weil sie den Sieg unbedingt wollte.“ Zugleich blieb der Obmann fair in der Einordnung: „Die erste Hälfte waren wir besser, die zweite war ausgeglichen, phasenweise vielleicht mit Vorteilen für Ladendorf. Es hätte genauso gut auch 0:0 ausgehen können.“ Umso größer war die Erleichterung über das Tor von Alaca, das aus Sicht der Gastgeber die harte Arbeit an einem langen Abend belohnte und eine lange Zitterpartie beendete.
Trotz der Null blieb Semmelmeyer selbstkritisch. „Verbesserungspotenzial ist nach wie vor in der Defensive. Obwohl heute die Null gestanden ist, hatten wir wieder ein paar Aktionen, die der Gegner zum Glück nicht genutzt hat. Wir müssen definitiv stabiler werden.“ Positiv fiel seine Einschätzung des Unparteiischen aus: „Es hat meines Erachtens keine strittigen Situationen gegeben und der Schiedsrichter hat souverän und gut geleitet.“ Besonderen Dank richtete der Obmann an die Anhänger: „Ich möchte mich bei den Zuschauern bedanken, die uns immer wieder anfeuern. Bei uns ist eigentlich immer eine gute Stimmung.“ Zum Matchwinner meinte er: „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, aber Ali Alaca kann man herausheben – sein viel umjubeltes 1:0 hat uns den Abstiegsdruck weggenommen.“ Und noch der Blick nach vorne: „Wir haben jetzt sechs Punkte Vorsprung, zwei Runden sind noch zu spielen – praktisch ist der Klassenerhalt erledigt.“